Totschlag in Eppeldorf: Jean-Marc Sirichai Kiesch muss restliche Haft in Spanien doch absitzen

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Totschlag in EppeldorfJean-Marc Sirichai Kiesch muss restliche Haft in Spanien doch absitzen

LUXEMBURG/MADRID – Nach jahrelanger Flucht und anschließenden Auseinandersetzungen der luxemburgischen Behörden mit der spanischen Justiz muss der wegen Totschlags verurteilte Jean-Marc Sirichai Kiesch wieder ins Gefängnis.

Das damalige Fahndungsfoto.

Das damalige Fahndungsfoto.

Europol

1999 hatte er eine Hausbewohnerin in Eppeldorf gefesselt und mit einem Holzhammer traktiert. Die Frau starb, er zündete ihr Haus an. Jean-Marc Sirichai Kiesch war deshalb in Luxemburg wegen Totschlags und versuchten Brandanschlags zu 20 Jahren Haft verurteilt worden – fünf davon auf Bewährung.

Die verbliebenen 3275 Tage muss der inzwischen über 40-Jährige nun in einer Strafvollzugsanstalt in Spanien absitzen, wie die Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstagnachmittag mitteilt. «Die spanische Justiz erließ eine Reihe von Entscheidungen und kam schließlich zu dem Schluss, dass Herr Kiesch den Rest seiner Haftstrafe […] verbüßen muss», so sie Generalstaatsanwaltschaft.

Sirichai Kiesch war zwischenzeitlich fast 16 Jahre lang auf der Flucht. 2004 war er nach einem Hafturlaub nicht mehr in das Centre Penitentiaire de Luxembourg (CPL) in Schrassig zurückgekehrt. Erst 2020 gelang es Fahndern nach Ausstellung eines Europäischen Haftbefehls, den Flüchtigen im spanischen Punta Umbria festzunehmen. Nachdem die spanischen Behörden bisher das Luxemburger Urteil nicht anerkannt hatten und Sirichai Kiesch sogar auf freiem Fuß war, geht es für ihn nun also doch wieder hinter Gitter.

(mei/L'essentiel)

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