Verkehrssicherheit – Jeder vierte Unfalltote prallte gegen Baum

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VerkehrssicherheitJeder vierte Unfalltote prallte gegen Baum

LUXEMBURG – Der tragische Tod von Mill Majerus am vergangenen Freitag zeigt erneut die Gefahren von Bäumen auf, die an Straßenrändern wachsen.

Bei einem Viertel aller tödlichen Unfälle ist ein Wagen gegen einen Baum geprallt.

Bei einem Viertel aller tödlichen Unfälle ist ein Wagen gegen einen Baum geprallt.

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Einer von vier Unfalltoten stirbt aufgrund einer Kollision mit einem Baum. Dafür müsse der Fahrer noch nicht einmal mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sein, sagt Jeannot Mersch, Präsident der luxemburgischen «Association des victimes de la route».

Bereits 60 Stundenkilometer könnten zu einem Unfall mit tödlichem Ausgang führen. «Der menschliche Körper kann einen solchen Zusammenprall nicht aushalten», so Mersch weiter. Sicherheitssysteme der Autos könnten dies auch nicht immer verhindern.

Straßen müssten sicherer sein

Sicherlich müssten Autofahrer Acht geben, «jedoch kann ein kleines Rutschen, ein kurzer Moment von Unaufmerksamkeit jedem einmal passieren». Laut Mersch müssten die Straßen in Luxemburg sicherer gemacht werden: «Wir verlangen nicht das Fällen aller Bäume, sondern nur derer, von denen wir ganz genau wissen, dass sie für Autofahrer gefährlich sind». Die «Association des victimes de la route» fordert zudem, dass keine Bäume an neuen Straßen gepflanzt würden. Zudem sollten Sicherheitsplanken montiert werden.

Die Vereinigung arbeitet gemeinsam mit dem Infrastruktur-Ministerium an einem Aktionsplan für die Verkehrssicherheit. Die Vorschläge sollen spätestens im Sommer vorgestellt werden.

Marion Chevrier/L'essentiel Online

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