In Luxemburg – Jedes vierte Kind lebt in ärmlichen Verhältnissen

Publiziert

In LuxemburgJedes vierte Kind lebt in ärmlichen Verhältnissen

LUXEMBURG - Laut Unicef müssen 25 Prozent der Kinder in Luxemburg «Entbehrungen» im täglichen Leben erdulden. Der Anteil ist höher als in anderen reichen Ländern.

La pauvreté s'entend ici comme source de privations, matérielles, éducatives ou sociales. Et selon l'Unicef, le Luxembourg doit mieux faire pour ses enfants.

La pauvreté s'entend ici comme source de privations, matérielles, éducatives ou sociales. Et selon l'Unicef, le Luxembourg doit mieux faire pour ses enfants.

Editpress/Hervé Montaigu

Laut einem Bericht der Kinderschutzorganisation Unicef tun reiche Länder zu wenig, um Kinder in Notlagen zu helfen. «Höheres Lohnniveau heißt nicht automatisch bessere Bedingungen für alle Kinder», sagt Sandra Visscher, Direktorin von Unicef Luxemburg.

Im Großherzogtum leben sechs Prozent der unter 18-Jährigen in einem Haushalt ohne Erwerbstätige. Eines von vier Kindern (25,4 Prozent) lebt bei einer Familie, die weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens zur Verfügung hat. Dieser Anteil ist in Luxemburg höher als der Durchschnitt der wohlhabenden Länder (20 Prozent). Armut wird laut dem Unicef-Bericht als ein Zustand materieller, erzieherischer und sozialer Entbehrung verstanden.

«Regierung muss handeln»

Aber der Befund von Unicef ist damit noch nicht zu Ende. «7,2 Prozent der Kinder unter 15 Jahren» kennen das Gefühl, nicht ausreichend Essen zur Verfügung zu haben. Und fast 28 Prozent der Jugendlichen zwischen 11 und 15 Jahren erleben mehr als einmal die Woche depressive Phasen und Schlafprobleme.

«Die Regierung muss etwas tun, um die Lücken zu schließen», sagt Sandra Visscher, die auch auf folgenden mstand verweist: «34,8 Prozent der Schüler im Alter von 15 Jahren verfügen nicht über die Grundfertigkeiten im Bereich Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften». Luxemburg kommt in dieser Kategorie auf dem 25. Platz unter 41 Ländern, obwohl es in Sachen Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum in den Top 3 rangiert.

(NC/L'essentiel)

Deine Meinung