US-Luftfahrtbehörde – Jeff Bezos darf sich nicht Astronaut nennen

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US-LuftfahrtbehördeJeff Bezos darf sich nicht Astronaut nennen

Kurz bevor Jeff Bezos ins Weltall gestartet ist, verschärfte die US Behörde die Regularien. Der Milliardär darf sich nicht als Astronaut bezeichnen.

Der US-Milliardär Jeff Bezos hat an Bord der Blue-Origin-Rakete erfolgreich einen Flug ins All absolviert. Er flog mehr als hundert Kilometer hoch und erreichte damit nach der Definition des Internationalen Luftfahrtverbandes das Weltall. Drei bis vier Minuten lang genossen die Insassen der Kapsel von Bezos Raumfahrtunternehmen Blue Origin Schwerelosigkeit und einen Blick auf die Erdkrümmung. Ohne Zweifel gehört Bezos zu den ersten Weltraumtouristen der Geschichte.

Doch Astronaut darf sich der Milliardär trotzdem nicht nennen. Die US-Luftfahrtbehörde FAA verschärfte noch vor dem Start des Amazon-Chefs am 20. Juli die Regularien für kommerzielle Raumfahrer.

Bezos blieb in Passagier-Rolle

Laut dem neuen «Commercial Astronaut Wings»-Programm gibt es neu strengere Vorgaben: Im aktuellen Dokument heißt es: Astronauten müssten auch bei Aktivitäten während des Fluges nachweislich einen essentiellen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit oder der Sicherheit des menschlichen Raumflugs leisten. Bezos blieb beim Flug allerdings in seiner Passagier-Rolle.

Trotzdem könnte Bezos vielleicht doch noch zur offiziellen Astronautenehre kommen: «Es könnte Einzelpersonen geben, deren Beitrag zur kommerziellen bemannten Raumfahrt besondere Anerkennung verdient», schreibt die FAA.

(L'essentiel/Lea Gnos)

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