Saarland: Jesuskind aus Krippe des Christkindlmarktes entführt

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SaarlandJesuskind aus Krippe des Christkindlmarktes entführt

SAARBRÜCKEN – Wie auch schon im vergangenen Jahr, haben Unbekannte auf dem Weihnachtsmarkt das Jesuskind aus der Krippe in der Bahnhofstraße gestohlen. Von Tätern und Jesuskind fehlt noch immer jede Spur.

26.11.2022, Schleswig-Holstein, Kiel: Polizisten gehen über den Weihnachtsmarkt in der Kieler Innenstadt. Foto: Axel Heimken/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Polizei konnte vor Ort keine Spuren der Täter finden. (Symbolbild)

Axel Heimken/dpa

Was normaler fester Bestandteil des Saarbrücker Christkindlmarktes ist, ist seit mindestens zehn Tagen spurlos verschwunden. Unbekannte sollen das Christkind aus der großen Krippe in der Bahnhofstraße, nahe dem Karstadt-Warenhaus, entführt haben. Die Statuen von Maria und Jose stehen neben einer leeren Krippe, wie die Saarbrücker Zeitung (SZ, Bezahlschranke) berichtet.

Eine Sprecherin des Saarbrücker Verkehrsvereins, der den Christkindlmarkt veranstaltet, bestätigt das traurige Geschehen: «Das Jesuskind ist geklaut worden. Am 19. November hat man es zuletzt gesehen.» Die Entführung des Jesuskindes sei auch nur die Spitze des Eisbergs. Die mutmaßlichen Täter sollen die anderen Figuren auch mutwillig umgestoßen haben. Josef und die Heiligen Drei Könige wurden damals am Boden liegend aufgefunden.

Kurz nachdem das Szenario entdeckt wurde, hat der Verkehrsverein bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Hauptkommissar Helmut Berg von der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt berichtete, die Beamten hätten sich vor Ort umgeschaut, aber keine verwertbaren Spuren entdecken können. «Wir ermitteln aber weiter in dem Fall. Vergangenes Jahr ist das Jesuskind ja auch schon aus seiner Krippe gestohlen worden», zitiert die SZ. Der oder die Täter seien noch immer nicht ermittelt worden.

Ersatz ist nur schwer zu beschaffen

Noch konnte keine Ersatz-Figur beschafft werden, die für das gestohlene Jesuskind auf dem Weihnachtsmarkt einspringt. Aber Thomas Sonnier von der Firma TMT Events wurde vom Verkehrsverein bereits mit dieser Aufgabe betraut. Er ist entsetzt über das, was passiert ist: «Ich weiß wirklich nicht, was diese Leute im Kopf haben. Es ist so traurig, das macht einen sprachlos. Die Täter sollten sich schämen», heißt es in der SZ.

Hinzu kommt, dass der entstandene finanzielle Schaden, der sich zwischen 250 und 400 Euro beläuft, damit gar nicht mal so gering ausfällt. Laut Sonnier könne man auch nicht einfach so einen neuen Jesus kaufen, da Krippenfiguren in der Regel nur im Set erhältlich sind. Außerdem seien diese «lebensechten Figuren» aus Hartplastik gefertigt und würden dann mehrere 1000 Euro kosten. «Leider gibt es auch Lieferzeiten von zwei bis drei Monaten. Wir wollen ja auch nicht irgendeine x-beliebige Puppe in die Krippe legen», so Sonnier weiter. Für ihn stehe fest, ein schönes Jesuskind sei wichtig. Jedoch würde es mit der Beschaffung nicht gut aussehen.

(jfk)

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