«Para-Chute» – Jetzt hat auch Luxemburg eine «Bahnhofsmission»

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«Para-Chute»Jetzt hat auch Luxemburg eine «Bahnhofsmission»

LUXEMBURG-STADT – Die neue Struktur «Para-Chute» am Hauptbahnhof bietet Menschen, die ohne Obdach, Arbeit und sozialen Halt sind, ein wärmendes Plätzchen.

Am Dienstag wurde das Aufnahme- und Orientierungszentrum «Para-Chute» am Bahnhof Luxemburg offiziell eröffnet. Die neue Anlaufstelle richtet sich an hilfsbedürftige Menschen rund um den sozialen Brennpunkt im Garer Quartier. Drogenabhängige, Alkoholiker, Migranten, Obdachlose, aber auch Prostituierte und junge Ausreißer, finden hier eine Oase der Menschlichkeit vor.

Den Bedürftigen werden persönliche Gespräche angeboten, zudem stehen ihnen eine Ladestation für Mobiltelefone und ein kostenloser Internetzugang zur Verfügung. Wenn nötig, werden sie in nahe gelegene Hilfsorganisationen wie die «Fixerstuff» oder die «Stëmm vun der Strooss» weitergeleitet. Im «Para-Chute», das für etwa zehn Personen gleichzeitig ausgelegt ist, sind zwei Sozialarbeiter angestellt.

Im Jahr 2008 hat die CFL ein Abkommen mit mehreren Eisenbahngesellschaften aus ganz Europa unterzeichnet. Dieses Abkommen sieht vor, dass die Eisenbahngesellschaften soziale Initiativen ergreifen und sich an der Betreuung der bedürftigen Menschen am Bahnhof zu beteiligen. Daraus entstand das «Para-Chute». Seit 2010 arbeiteten Sozialarbeiter der CFL und die Streetworker der Stadt Luxemburg an der Umsetzung des Projekts. Die Eröffnung war eigentlich schon für 2014 geplant. In Ländern wie Deutschland oder Frankreich betreiben Kirchen vom Konzept her ähnliche Einrichtungen («Bahnhofs-Missionen»).

(fr/L'essentiel/vs)

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