Medienbericht – Joachims Zeit in Sofia ist wohl abgelaufen

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MedienberichtJoachims Zeit in Sofia ist wohl abgelaufen

Luxemburgs Fußball-Nationalspieler Aurélien Joachim will den bulgarischen Erstligisten ZSKA Sofia nach einem Medienbericht im Sommer verlassen.

Es läuft nicht bei Aurélien Joachim. Der luxemburgische Fußball-Nationalspieler hat derzeit bei ZSKA Sofia einen schweren Stand - und gilt in Bulgarien als Sinnbild für die Krise. Der Verein ist schlecht in die Meisterschafts-Playoffs gestartet und wartet nun seit vier Spielen auf einen Sieg. Hinzu kommen persönliche Rückschläge für den 28-jährigen Stürmer. An einer Trennung führt nun wohl kein Weg mehr vorbei, wie Le Quotidien berichtet.

Joachim war lange verletzt, kämpfte sich zurück ins Team - und wurde nach Querelen mit Trainer und Verein wieder aus dem Kader gestrichen. Die bulgarischen Journalisten fielen skrupellos über ihn her, brandmarkten ihn als Sündenbock. «Eines Tages kam ich zum Training und der Coach hat mir gesagt, ich solle duschen gehen, meine Sachen packen und mich nach einem neuen Vertrag umschauen - ganz ohne Vorwarnung», erzählt Joachim gegenüber dem Blatt. Doch niemand könne ihm die Schuld für das geben, was geschrieben wurde. Joachim hätte den Verein bereits im Winter verlassen können, Angebote lagen vor. Doch er blieb.

Die Situation sei mittlerweile zwar geklärt, doch die Probleme sind nicht gelöst. Zumal Aurélien Joachim ein Kriterium nicht erfüllt hat, mit dem sich sein Vertrag automatisch verlängert hätte: die Hälfte der Spiele für Sofia zu bestreiten. Schuld daran ist vor allem die lange Verletzungspause. Auch die Tatsache, dass der Verein trotz des Einstiegs eines neuen Investors die Löhne senken will, spricht nicht für eine Weiterbeschäftigung. Joachim wird wohl im Sommer gehen. Wohin, steht noch in den Sternen. Angeblich soll unter anderem ein Club aus China interessiert sein. Sicher ist wohl nur, dass das Engagement des Luxemburgers im kalten Bulgarien vermutlich ein unrühmliches Ende findet.

(Jan Morawski/L'essentiel)

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