Arbeitsmarkt in Luxemburg – Job-Comeback wird mit der Zeit immer schwerer

Publiziert

Arbeitsmarkt in LuxemburgJob-Comeback wird mit der Zeit immer schwerer

LUXEMBURG – Die Zahl der Langzeit-Arbeitslosen im Großherzogtum stagniert seit August. Rund die Hälfte der hier lebenden Arbeitssuchenden ist seit über einem Jahr ohne Job.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Großherzogtum stagniert seit August.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Großherzogtum stagniert seit August.

Von den 15.232 verfügbaren ortsansässigen Arbeitssuchenden, die Ende November bei ADEM registriert waren, sind mehr als die Hälfte (7807) seit mehr als einem Jahr arbeitslos. Seit August stagniert dieser Wert, im Jahresvergleich liegt er jedoch um 12,4 Prozent unter dem Vorjahr.

«Das Profil der Langzeitarbeitslosen hat sich durch die Krise nicht drastisch verändert, aber wenn man ein Jahr lang keine Arbeit hat, werden die Chancen eine neue Arbeit zu finden nicht größer», sagt ADEM-Direktorin Isabelle Schlesser. Viele der Menschen, die seit mehr als einem Jahr bei der ADEM als Arbeitssuchende gemeldet sind, haben ein niedriges Bildungsniveau. So haben rund 54 Prozent der Betroffenen nicht mehr als fünf Jahre eine weiterführende Schule besucht. Hinzu kommt als weiterer Faktor das Alter: 56 Prozent der Betroffenen sind älter als 45 Jahre. Bei 32 Prozent der Arbeitsuchenden handelt es sich um Menschen mit Behinderung.

Um diesen Menschen wieder zu einem Arbeitsplatz zu verhelfen, setzt die ADEM auf Beschäftigungsmaßnahmen. «Auch wenn es sich nicht um einen echten Arbeitsvertrag handelt, sind die Maßnahmen wichtig, denn sie ermöglichen es, im Arbeitsleben zu bleiben, Gewohnheiten und soziale Kontakte beizubehalten. Die Lösungen zur Beendigung der Langzeitarbeitslosigkeit liegen in diesen Maßnahmen und einem Kampf gegen Vorurteile», ergänzt Schlesser.

(L'essentiel/DPA )

Deine Meinung