Nachfolge von Carole Dieschbourg: Joëlle Welfring soll neue Umweltministerin werden
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Nachfolge von Carole DieschbourgJoëlle Welfring soll neue Umweltministerin werden

LUXEMBURG – Die Entscheidung ist gefallen: Joëlle Welfring soll neue Umweltministerin werden. Die bisherige Leiterin der Umweltverwaltung soll die zurückgetretene Carole Dieschbourg ersetzen.

von
Joseph Gaulier

Joëlle Welfring (Déi Gréng) soll neue Ministerin für Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung werden. Wie die Co-Vorsitzenden von Déi Gréng, Djuna Bernard und Meris Sehovic, am Mittwoch bekannt gegeben haben, soll die bisherige Direktorin der Umweltverwaltung die Nachfolge von Carole Dieschbourg (Déi Gréng) antreten.

Umweltministerin Carole Dieschbourg trat am vergangenen Freitag zurück, um sich in der Gartenhaus-Affäre «als Privatperson verteidigen zu können». Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor die Aufhebung ihrer ministeriellen Immunität beantragt. Wäre sie Ministerin geblieben, hätte die Abgeordnetenkammer über sie urteilen müssen. Dieschbourg betonte, dass sie sich «nichts vorzuwerfen» habe. Die Affäre hatte bereits Roberto Traversini seinen Posten als Abgeordneter und Bürgermeister von Differdingen gekostet.

«Eine Partei muss offen bleiben»

François Bausch

Nun hat sich das Exekutivkomitee der Grünen-Partei bei der Wahl einstimmig für die 47-jährige Welfring als Nachfolgerin geeinigt. Das Ergebnis muss nun noch beim außerordentlichen Parteitag am Samstag bestätigt werden. «Ich fühle mich geehrt, dass mir diese Aufgabe anvertraut wurde. Aber ich denke auch an Frau Dieschbourg. Ihre Wahl, zurückzutreten, hat mich betroffen gemacht. Nun steht die große Herausforderung an, den ökologischen Krisen entgegenzuwirken. Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren», sagte Welfring.

Bis zum heutigen Mittwoch war Joëlle Welfring, die Biochemie in London und Umweltwissenschaften in Straßburg studiert hat, kein Mitglied der Partei Déi Gréng. Der Schutz der Umwelt sei für sie «etwas Natürliches, etwas Selbstverständliches». Aufgrund ihres Engagements stehe sie der Partei nahe, wie Vizepremier François Bausch erklärte. «Wir haben uns von einem Kriterium leiten lassen: Wir brauchten eine Person, die sehr schnell und kompetent handeln kann», so Bausch. Er ergänzte, dass zwar gute Profile in der Partei vorhanden seien, dass aber die Ankunft von Persönlichkeiten aus der Zivilgesellschaft einen zusätzlichen Nutzen bringen könne. «Eine Partei muss offen bleiben und darf nicht in einet geschlossenen Blase leben», sagte Bausch.

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