Gewerkschaften – Jugendliche sind selten Mitglied
Publiziert

GewerkschaftenJugendliche sind selten Mitglied

LUXEMBURG – 41 Prozent aller Angestellten, die in Luxemburg wohnen, sind Mitglied einer Gewerkschaft. Junge Menschen sind dort selten vertreten. Das hat eine Studie des Statec ergeben.

Vor allem männliche Angestellte entscheiden sich dafür, einer Gewerkschaft beizutragen.

Vor allem männliche Angestellte entscheiden sich dafür, einer Gewerkschaft beizutragen.

Editpress

Wer lässt in Luxemburg seine Interessen von einer Gewerkschaft vertreten? Dieser Frage ist das Statistikamt Statec nachgegangen und hat am Donnerstag, wenige Tage vor dem Tag der Arbeit am 1. Mai, eine entsprechende Studie vorgelegt. Es hat ermittelt, dass im vergangenen Jahr 41 Prozent aller Angestellten, die im Großherzogtum leben, Mitglied einer solchen Organisation sind.

Die Hälfte aller Angestellten, die in Luxemburg geboren sind, ist gewerkschaftlich organisiert, während das zum Beispiel bei in Portugal geborenen Einwohnern nur jeder Dritte ist. Zudem sind mehr Männer (44 Prozent) als Frauen (38 Prozent) einer Gewerkschaft beigetreten. Unterschiede gibt es auch in der Altersstruktur. Nur jeder vierte Angestellte unter 25 Jahren hat bisher seine Unterschrift unter einen Mitgliedsantrag gesetzt. Bei den Personen ab 55 Jahren ist jeder Zweite syndikalisisert.

Gewerkschaften der öffentlichen Verwaltung besonders stark

In den Bereichen öffentliche Verwaltung, Transport und Bildung sind die Gewerkschaften besonders stark vertreten. Keine Überraschung dürfte sein, dass nur 16 Prozent aller Manager eine Mitgliedschaft für erforderlich halten.

Im Vergleich mit Frankreich und Deutschland sind Angestellte, die im Großherzogtum leben, häufiger Mitglied einer Gewerkschaft. Dies belegt eine OECD-Studie aus dem Jahr 2008. In Deutschland waren zu diesem Zeitpunkt 20 Prozent aller Angestellten in einer Gewerkschaft organisiert, in Frankreich sieben Prozent.

ks/L'essentiel Online

Gewerkschaften feiern den 1. Mai

Die Gewerkschaften nutzen den Tag der Arbeit traditionell, um ihre Forderungen auszusprechen. OGBL-Präsident Jean-Claude Reding wird seine sozialpolitische Rede bereits am Donnerstag um 17 Uhr in der Sporthalle Niederwiltz halten. Thema werden unter anderem die Renten- und Beamtenreform sein. Der OGBL veranstaltet seine «Fête du travail, des cultures et du dialogue» am Sonntag, 1. Mai, ab 10.45 Uhr, in der Abtei Neumünster in Luxemburg-Stadt. Verschiedene Musikgruppen spielen, zudem gibt es Kinderbelustigung und verschiedene internationale Spezialitäten zum Verkosten. Der LCGB organisiert seine Feier ebenfalls am Sonntag, 1. Mai, in Wiltz.

Deine Meinung