Erste Plenarsitzung – Jugendparlament: Luxemburgisch ausbauen

Publiziert

Erste PlenarsitzungJugendparlament: Luxemburgisch ausbauen

LUXEMBURG - Cannabis und Ausländer-Wahlrecht waren nur zwei Themen, über die das Jugendparlament im Forum Geesseknäppchen debattiert hat.

Der neue Präsident Jean Wivenes besprach auf der ersten Plenarsitzung mit den Mitgliedern viele Themen. Foto: L'essentiel

Der neue Präsident Jean Wivenes besprach auf der ersten Plenarsitzung mit den Mitgliedern viele Themen. Foto: L'essentiel

Die politische Krise des Frühjahrs ist vergessen. Damals hatte das Jugendparlament seinen Präsidenten Patrick Weymerskirch wegen «Regelverstößen» suspendiert. Das sind für den neuen Präsidenten Jean Wivenes alte Geschichten: «Es gibt eine neue Exekutive: Wir wollen keine Probleme mehr. Von nun an stehen die Bürotreffen allen Mitglieder offen», erklärt Wivenes. Mehr Transparenz und mehr Mitbestimmung. Das ist die Botschaft, die der neue Präsident auf der ersten Plenarsitzung für das Jahr 2014-15 transportiert wissen möchte.

Am Samstag haben sich 105 von 165 Parlamentsmitgliedern auf dem Forum Geesseknäppchen getroffen. Zwei Drittel der Mitglieder sind neu dabei. Anstatt sich in neue Debatten zu vertiefen, ist die Versammlung vor allem damit beschäftigt, die Resolutionen aus dem vergangenen Jahr zu besprechen. Manchmal werden die Diskussionen hitzig, etwa wenn es um das Wahlrecht von Ausländern geht. «Vergangenes Jahr war das Parlament dagegen, aber die Resolution wurde heute nicht bestätigt. Das ist ganz einfach eine demokratische Debatte, die sich entwickelt», kommentiert Jean Wivenes.

Andere Themen waren konsensfähiger. «Im Bildungsbreich wünschen wir uns, dass das Luxemburgische mehr ausgebaut wird», erklärt der Präsident. Generell sei das Parlament neuen Pädagogik-Methoden aufgeschlossen. Die Versammlung hat auch die Freigabe von Cannabis verteidigt. Viele Themen, bei denen sich das Jugendparlament sicher ist, in der öffentlichen Debatte wahrgenommen zu werden. «Wir betrachten die Abgeordnetenkammer als unsere große Schwester. Wir merken, dass wir gehört und anerkannt werden», schlussfolgert Jean Wivenes.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

Deine Meinung