Neue Topposten – Juncker bleibt bis 2012 Herr über den Euro

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Neue ToppostenJuncker bleibt bis 2012 Herr über den Euro

LUXEMBURG - Jean-Claude Juncker wird offenbar sein Amt an der Spitze der Eurogruppe voll ausfüllen. Damit sind Spekulationen über einen vorzeitigen Abtritt ausgeräumt.

Jean-Claude Juncker bleibt bis 2012 im Amt, Herman van Rompuy soll vorläufiger «Präsident des Euro-Gipfels» werden.

Jean-Claude Juncker bleibt bis 2012 im Amt, Herman van Rompuy soll vorläufiger «Präsident des Euro-Gipfels» werden.

AP

Hingegen wochenlanger Spekulationen wird der luxemburgische Premier- und Schatzminister seine Amtszeit als Chef der Eurogruppe bis 2012 ausfüllen. Das geht aus dem Entwurf der Abschlusserklärung des Euro-Gipfels vom Sonntag hervor, der der Nachrichtenagentur dpa in Brüssel in Kopie vorliegt.

Juncker hatte vorgeschlagen, seinen Posten vorzeitig zu Gunsten eines hauptamtlichen Chefs des Währungsraums zu räumen. Erst nach Ablauf des Mandats solle nun entschieden werden, ob der künftige Chef der Euro-Finanzminister aus deren Reihen gewählt werde oder ein hauptamtlicher Präsident in Brüssel sein solle.

Van Rompuy übernimmt Amt vorübergehend

Bis zu einer Wahl, die in dem Papier nicht genau terminiert wird, werde EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy die Aufgabe eines «Präsidenten des Euro-Gipfels» übernehmen. Der Belgier leitet die Gipfeltreffen der EU mit 27 Mitgliedern. Seine Amtszeit läuft bis Mitte 2012.

Die Schaffung des neuen Toppostens erklärt sich durch den Kampf gegen die Schuldenkrise. Die EU will die Führung des gemeinsamen Währungsgebietes mit 17 Ländern erheblich verstärken.
Der Amtsinhaber des neuen Postens soll künftig von den Staats- und Regierungschefs der Eurozone gewählt werden. Mindestens zweimal jährlich sollen dann Spitzentreffen stattfinden. Die Euro-Gipfel sollen «strategische Orientierungen» für die Wirtschaftspolitik im gemeinsamen Währungsgebiet erarbeiten.

L'essentiel Online mit dpa

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