Zukunft nach Brexit – Juncker lässt die Briten zappeln

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Zukunft nach BrexitJuncker lässt die Briten zappeln

Die Gespräche über Zukunft nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU können nicht wie vorgesehen diesen Monat beginnen. EU-Parlament und Kommission wollen erst weitere Fortschritte sehen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (l.) und sein Chefverhandler Michel Barnier in Straßburg. (3. Oktober 2017)

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (l.) und sein Chefverhandler Michel Barnier in Straßburg. (3. Oktober 2017)

Patrick Hertzog

Aus Sicht des EU-Parlaments kann noch nicht mit der zweiten Phase der Brexit-Verhandlungen begonnen werden. Der Beginn der Gespräche über die künftigen Beziehungen mit Großbritannien sollte aufgeschoben werden, forderte eine breite Mehrheit der EU-Abgeordneten am Dienstag in Straßburg.

Noch sei kein ausreichender Fortschritt bei den Themen Bürgerrechte, Nordirland-Konflikt und den finanziellen Verpflichtungen erzielt worden, heißt es in einer Resolution, die 557 von 678 Parlamentarier billigten. Sie müssen einem Austrittsabkommen am Ende zustimmen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Chefunterhändler Michel Barnier stimmten den Abgeordneten zu. «Bis jetzt kann ich nicht sagen, dass wir bereit sind, in die zweite Phase der Verhandlungen einzutreten», sagte Juncker. Aus Sicht von Barnier bleiben noch «ernste Meinungsverschiedenheiten». Ursprünglich sollte die zweite Phase im Oktober beginnen.

(L'essentiel/rub/sda)

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