«Europäisches Jahr der Jugend»: Junge Europäer entdecken gemeinsam die Geschichte der EU

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«Europäisches Jahr der Jugend»Junge Europäer entdecken gemeinsam die Geschichte der EU

SCHENGEN – Anlässlich eines EU-Austauschprogramms teilten europäische Teenager diese Woche Erlebnisse im ganzen Großherzogtum.

von
Jean-François Colin
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Etwa 30 junge Europäer verbringen auf Einladung der Jugendstuff in Mondorf eine Woche in Luxemburg.

Etwa 30 junge Europäer verbringen auf Einladung der Jugendstuff in Mondorf eine Woche in Luxemburg.

Vincent Lescaut/L'essentiel
Dieses Treffen zwischen jungen Italienern, Portugiesen, Franzosen, Schweizern und Luxemburgern…

Dieses Treffen zwischen jungen Italienern, Portugiesen, Franzosen, Schweizern und Luxemburgern…

Vincent Lescaut/L'essentiel
steht unter dem Motto «Fußspuren der Jugend innerhalb Europas».

steht unter dem Motto «Fußspuren der Jugend innerhalb Europas».

Vincent Lescaut/L'essentiel

Zusammen mit etwa 30 anderen jungen Europäern im Alter von 13 bis 19 Jahren verbringt der 18-jährige Portugiese Gustavo auf Einladung der Jugendstuff der Gemeinde Mondorf eine Woche in Luxemburg. Die Jugendlichen sind in der Hütte der Pfadfinder von Mondorf untergebracht. «Diese Erfahrung macht uns noch europäischer und bringt uns einander näher», so der 18-Jährige. Annie Loschetter, Koordinatorin der Jugendstuff erläutert das Projekt wie folgt: «Dieser Austausch, der vom 23. bis zum 29. Juli stattfindet, wird im Rahmen des Europäischen Jahres der Jugend organisiert. Das Projekt wird von Erasmus+ unterstützt und von Brüssel finanziert».

Unter dem Motto «Fußspuren der Jugend innerhalb Europas» verfolgte diese Begegnung zwischen jungen Italienern, Portugiesen, Franzosen, Schweizern und Luxemburgern laut Annie Loschetter ein doppeltes Ziel: «Es geht darum, ihnen die Geschichte des europäischen Aufbaus durch kulturelle und sportliche Aktivitäten näherzubringen. Dazu kommt eine soziale Komponente, die es den Jugendlichen ermöglicht, Kontakte untereinander zu knüpfen». So ist die Gruppe von Jugendlichen durch die Hauptstadt, die Altstadt und das Europaviertel Kirchberg geschlendert, sie besuchten das Europäische Museum in Schengen, Vianden sowie das Müllerthal und unternahmen eine Fahrradtour entlang der Mosel.

Sicherheit und kostenloser Transport

«Was mich in Luxemburg am meisten überrascht hat, waren die sehr hohen Preise. Das Wasser ist teurer als das Bier!», sagt Vincenzo, ein 19-jähriger Italiener. Seine 17-jährige Landsfrau Rachele aus Rom ist hingegen überrascht, dass «die jungen Leute vier oder fünf Sprachen sprechen, was ganz anders ist als in Italien». Sie meint zudem, dass sie sich «in Luxemburg sicher fühlt». Auch Gabriela, eine 18-jährige Portugiesin, stimmt dem zu. Gustavo ist indes «erstaunt», wie er sagt, über die kostenlosen öffentlichen Verkehrsmittel.

Mit den Wurzeln des europäischen Aufbaus konfrontiert, gaben die Jugendlichen an, sie seien «stolz, Europäer zu sein». Vincenzo warf ein, dass er sich in erster Linie als Italiener fühle, «aber es ist halb und halb». Rachele empfindet es als «sehr positiv, dass die EU viele Erleichterungen für Studenten bietet». «Wir haben viele Gemeinsamkeiten haben», meint außerdem Gustavo «wir wissen mehr über die Kultur und die Politik anderer europäischer Länder als über die der USA oder Australiens». Und dann, so Vincenzo mit einem breiten Grinsen, «ist das Geniale hier in Schengen, dass man gleichzeitig in zwei Ländern sein kann, mit einem Fuß auf jeder Seite».

Erfreut über eine der gelungene Organisation blickt Annie Loschetter bereits auf das Jahr 2023. «Wir möchten dieses Experiment wiederholen. Die Idee wäre, dass es jedes Jahr eine andere Gastgeberstadt in Europa gibt». Während des Austauschs hätten sich auch spontane Aktivitäten unter den Jugendlichen entwickelt. «Wir haben ihnen viel Bewegungsfreiheit gelassen und das war auch gut so», meint die Koordinatorin.

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