Coronavirus in Luxemburg – Junge Leute leiden ungleich unter Pandemie
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Coronavirus in LuxemburgJunge Leute leiden ungleich unter Pandemie

ESCH/BELVAL – Forscher der Universität Luxemburg haben junge Erwachsene zur Corona-Pandemie befragt. Dabei haben sich deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung gezeigt.

Schon Geschlechtsunterschiede haben bei der Studie zu einer anderen Wahrnehmung der Pandemie geführt.

Schon Geschlechtsunterschiede haben bei der Studie zu einer anderen Wahrnehmung der Pandemie geführt.

DPA/Sven Hoppe

«Was ich vermisse, ist, mittags in der Kantine zu sitzen und ein bisschen mit den Nachbarn links und rechts zu plaudern», sagt Pit, 23. Der junge Mann ist einer von 3768 Einwohnern im Alter zwischen zwölf und 29 Jahren, den Forscher der Universität Luxemburg während der dritten Phase der Lockerungen im Juli befragt haben. «Im Großen und Ganzen erleben junge Menschen die aktuelle Situation recht gut», so die Autoren der Studie. 44,6 Prozent gaben an, wegen des Coronavirus besorgt zu sein, 9,1 Prozent waren sehr besorgt.

Auffällig für die Forscher waren vor allem die Ungleichheiten. Frauen, junge Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit niedrigem Bildungsniveau und einkommensschwachen Berufen sind stärker betroffen als ihre Altersgenossen. Die überwiegende Mehrheit der Jugendlichen findet die Schutzmaßnahmen gut und respektiert sie auch. Vorläufige Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass «junge Menschen mit etwas geringerer Wahrscheinlichkeit auf die Kontaktbeschränkungsmaßnahmen achten».

Wenn die Pandemie andauert, könnten die negativen Auswirkungen aber auch unter jungen Menschen zunehmen, da die individuellen und sozialen Ressourcen erschöpft sind.

(Séverine Goffin/ L'essentiel)

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