Nach A4-Verfolgungsjagd – Justiz fordert U-Haft wegen versuchten Mordes

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Nach A4-VerfolgungsjagdJustiz fordert U-Haft wegen versuchten Mordes

LUXEMBURG – Die Staatsanwaltschaft will, dass die beiden Personen, die die Polizei am Dienstagabend zu einer Verfolgungsjagd zwangen, in Untersuchungshaft genommen werden.

Die Luxemburger Staatsanwaltschaft fordert, dass die beiden Personen, die sich am Dienstagabend auf der A4 eine gefährliche Verfolgungsjagd mit Beamten der Police Grand-Ducale lieferten, in Untersuchungshaft genommen werden. Das teilt die Justiz auf Anfrage von L'essentiel mit. Den Flüchtigen wird versuchter Mord, Körperverletzung gegen einen Polizisten, Rebellion gegen die Staatsgewalt und verschiedene Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung vorgeworfen.

Gleichzeitig leitete das Generalinspektorat der Polizei eine administrative Untersuchung ein, um die Rechtmäßigkeit des Waffeneinsatzes durch die Polizeibeamten zu überprüfen. Ein Routineverfahren, das in diesen Fällen immer eingeleitet wird.

Flucht über die Gegenfahrbahn

Beide Personen sind noch am Mittwoch vom Untersuchungsrichter angehört worden. Die Frau, die im Fluchtauto saß, befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam, der Fahrer, der von den Beamten angeschossen wurde, ist im Krankenhaus. Der Grund für die spektakuläre Flucht ist weiterhin unklar.

Die Szenen spielten sich am Dienstagabend ab: Gegen 21 Uhr beobachtete eine Polizeistreife zunächst einen weißen Mercedes, der in Luxemburg-Stadt an der Kreuzung zwischen Route d'Esch und Boulevard Grande-Duchesse Charlotte eine rote Ampel überfuhr. Als die Polizei das Auto stoppen wollte, flüchtete der Fahrer über die Gegenfahrbahn der A4 in Richtung Süden. Auch durch eine bei Esch aufgestellte Straßensperre ließ sich der Fahrer nicht aufhalten: Er wendete und erfasste dabei einen Polizeibeamten. Die Polizei gaben mehrere Schüsse auf den Fahrer ab. Einige Kugeln trafen ihn ins Bein.

(sw/L'essentiel)

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