Im Schlaf – Kali hatte Fieber – starb Stunden später an Corona

Publiziert

Im SchlafKali hatte Fieber – starb Stunden später an Corona

Nur Stunden nachdem Kali Cook (4) Fieber bekam, starb das Mädchen im Schlaf. Mit dem Virus angesteckt hatte sie vermutlich ihre Mutter, die am Montag positiv getestet wurde.

In Bacliff, im Bundesstaat Texas ist am Dienstag die vierjährige Kali Cook, laut der Gesundheitsbehörde in Galveston, an Covid-19 gestorben. Damit ist sie das erste Kind, das während der Pandemie in dem Bezirk an dem Virus gestorben ist, wie die «New York Post» schreibt. Ihre Mutter geht davon aus, dass sie es war, die ihre Tochter mit dem Virus angesteckt habe: «Ich wurde am Montag positiv getestet. Ich war isoliert und versuchte von meinen Kindern wegzubleiben. Ich wollte nicht, dass sie es auch bekommen.»

Gegen zwei Uhr am Dienstagmorgen bekam Kali Fieber – fünf Stunden später starb das Mädchen. «Sie starb im Schlaf», sagt ihre Mutter Karra. «Das ist eine schreckliche Sache, aber ich denke, die Leute müssen davon wissen», sagt Philip Keiser von der lokalen Gesundheitsbehörde. Die Infektion des Mädchens mit dem Virus wurde durch die Gerichtsmedizin festgestellt und bestätigt. Der Tod der Vierjährigen unterstreicht die Aussagen der Ärzte, dass sich Kinder zwar seltener mit Covid-19 anstecken, im Falle einer Erkrankung aber sehr schnell sehr krank werden können.

Wünschte, nie gegen Impfung gewesen zu sein

Karra Harwood, die Mutter von Kali, bereut mittlerweile, sich nicht gegen das Virus geimpft zu haben: «Ich war eine der Leute, die gegen die Impfung waren. Nun wünschte ich, ich wäre es nicht gewesen», sagt sie. Mittlerweile sind rund 50 Prozent der Gesamtbevölkerung des Bezirks Galveston vollständig geimpft. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, haben die Gesundheitsbeamten und -beamtinnen die Menschen gebeten, sich impfen zu lassen. Kinder unter zwölf Jahren – so wie Kali – können noch nicht geimpft werden. Fast 30 Prozent der Fälle von positiv getesteten Kindern unter zwölf Jahren ereigneten sich aufgrund der schnellen Ausbreitung der Delta-Variante im August.

Keine gesundheitlichen Probleme

Kali besuchte den örtlichen Kindergarten und war zuletzt am 1. September in der Schule. Eine Ansteckung aus dem Schulbereich schließen die Gesundheitsbeamten aus. Die Nachverfolgung von Kalis Kontakten ergab, dass keine anderen Kinder oder Erwachsenen aus dem schulischen Umfeld positiv auf das Virus getestet wurden, so «Galveston News».

Harwood sagte auch, ihre Tochter habe keine diagnostizierten Immunstörungen oder andere gesundheitlichen Probleme gehabt. «Sie war kein durchschnittliches Mädchen und spielte lieber mit Würmern und Fröschen, als Schleifen im Haar zu tragen», so Karra Harwood.

«Es ist wichtig, dass man, wenn Kinder krank werden, medizinische Hilfe sucht und nicht denkt, es werde schon wieder gut», so Keiser.

(L'essentiel/Angela Rosser)

Deine Meinung