Stadt Luxemburg – Kampf dem Hundekot - Rathaus erwägt Strafen

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Stadt LuxemburgKampf dem Hundekot - Rathaus erwägt Strafen

LUXEMBURG - Der Stadt Luxemburg stinkt es: Wegen der vielen Hundehaufen erwägt das Rathaus, undisziplinierte «Herrchen» und «Frauchen» mit Bußgeldern zu bestrafen.

ARCHIV - Ein Hinweisschild mit einem durchgestrichenen kotenden Hund, aufgenommen am 13.05.2011 in M�nchen. Der Verdruss von B�rgern �ber Hundehaufen auf Gehwegen, Parks und auf Kinderspielpl�tzen w�chst - viele bayerische St�dte zeigen sich im Kampf gegen die unappetitlichen Hinterlassenschaften dennoch ratlos und unentschlossen. Foto: Tobias Hase dpa/lby (zu dpa-Umfrage "Wachsender Verdru� in St�dten �ber Hundehaufen"�vom 24.07.2011)  +++(c) dpa - Bildfunk+++

ARCHIV - Ein Hinweisschild mit einem durchgestrichenen kotenden Hund, aufgenommen am 13.05.2011 in M�nchen. Der Verdruss von B�rgern �ber Hundehaufen auf Gehwegen, Parks und auf Kinderspielpl�tzen w�chst - viele bayerische St�dte zeigen sich im Kampf gegen die unappetitlichen Hinterlassenschaften dennoch ratlos und unentschlossen. Foto: Tobias Hase dpa/lby (zu dpa-Umfrage "Wachsender Verdru� in St�dten �ber Hundehaufen"�vom 24.07.2011) +++(c) dpa - Bildfunk+++

DPA/Tobias Hase

400 Ständer für Hundekotbeutel und 14 Hundewiesen gibt es in der Hauptstadt – und trotzdem gibt es nach wie vor viele undisziplinierte Hundebesitzer, die die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge einfach liegen lassen. «Das ist ein echtes Problem in der Stadt», sagt die für Abfallwirtschaft zuständige Schöffin Viviane Loschetter. Sie kündigt jetzt eine schärfe Gangart gegen den Hundekot in der Hauptstadt an.

«Es wird ein Gesetzesentwurf vorbereitet, der den Kommunalbediensteten mehr Befugnisse einräumen soll», sagt Loschetter. Die städtischen Beamten sollen besonders ignorante «Herrchen» und «Frauchen» künftig auch mit Strafen abmahnen dürfen. Die Schöffin ärgert sich vor allem, dass viele Kinderspielplätze als Hundetoiletten missbraucht werden. Details über den Zeitpunkt der Einführung und der Höhe der Bußgelder liegen noch nicht vor. Doch die Grünen-Politikerin verrät bereits jetzt: «Es wird ein beträchtlicher Betrag sein, der abschreckend wirken soll.»

Dem Beispiel anderer Länder folgen

In der Zwischenzeit versucht die Stadt Luxemburg, schwarze Schafe unter ihren Einwohnern auf die sanfte Art zu disziplinieren. In den nächsten Tagen werden 29 Schilder an verschiedenen Orten in der Hauptstadt wie dem Stadtpark im Zentrum oder dem Neuman-Park auf Limpertsberg angebracht. Die bunten Bilderchen, die von vier- bis sechsjährigen Kindern aus «Foyers scolaires» gestaltet wurden, sollen Hundebesitzer dazu ermuntern, die Hundehaufen wegzuräumen.

«Es ist wichtig, die Menschen daran zu gewöhnen, dass sie beim Gassigehen einen Hundekotbeutel mitnehmen», sagt Loschetter. Sie erinnert daran, dass andere Länder bereits jetzt Bußgelder verhängen, wenn Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht entsorgen. In Luxemburg gibt es die Debatte über Strafen gegen Hundehalter schon seit einigen Jahren, der Staatsrat wendete jedoch Bedenken ein. Übrigens hat die Medaille auch eine andere Seite: 2015 wurden in der Hauptstadt eine Million Hundekot-Tüten verwendet.

(Nicolas Chauty/L'essentiel)

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