Probleme bei Kartenzahlung in Luxemburg: Möglicherweise durch Bauarbeiten verursacht – Technische Störung mittlerweile behoben

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Probleme bei Kartenzahlung in Luxemburg Möglicherweise durch Bauarbeiten verursacht – Technische Störung mittlerweile behoben

LUXEMBURG – An Geldautomaten und Bezahlterminals des Großherzogtums kam es am heutigen Donnerstag wegen technischer Störungen bei Worldline vermehrt zu Problemen. Über Stunden war es vielen Menschen nicht möglich, mit Karte zu zahlen.

dpa

Viele Terminals und Geldautomaten im Großherzogtum hatten am Donnerstavormittag mit Störungen zu kämpfen. Mehrere Händler berichteten von Problemen beim Bezahlvorgang. Bis etwa 15 Uhr hielten die Störungen an. Das Problem lag bei dem Zahlungs- und Transaktionsdienstleister Worldline. Auf Anfrage von L'essentiel erklärte die Association des banques et banquiers au Luxembourg (ABBL), dass die Störungen mit der «Firma Worldline (Anm. d. Ü.: Gesellschaft für Zahlungssysteme, ehemals Cetrel) zusammenhängt», die Untersuchungen zu den Vorkommnissen eingeleitet hatte. Wenig später erklärte Worldine, es handele sich um eine technische Störung, die «höchstwahrscheinlich durch Bauarbeiten am Glasfasernetz in Luxemburg verursacht wurde». Gegen 15.30 Uhr bestätigte eine luxemburgische Bank gegenüber L'essentiel, dass die Störung behoben sei.

Viele Verbraucher hatten am Donnerstagmorgen zwischen 8.55 Uhr und 12.05 Uhr in Luxemburg große Probleme: Sie konnten nicht mehr mit ihrer Bankkarte bezahlen. "Die Association des Banques et Banquiers Luxembourg (ABBL) teilte L'essentiel sehr schnell mit: "Dies hängt mit der Firma Worldline (Anm. d. Red.: Gesellschaft für Zahlungssysteme, ehemals Cetrel) zusammen, die derzeit Untersuchungen durchführt.

Durch die Probleme an den Geldautomaten herrschte auch in den Supermärkten des Landes Chaos. «Die Leute lassen ihre Artikel an der Kasse liegen, weil die Bankautomaten nicht funktionieren, und so kommt es zu langen Wartezeiten an der Kasse», erklärt Séverine, Teamleiterin bei Auchan in Differdingen. «Wir hatten schon öfter Ausfälle, aber nicht so». Vor allem die Dauer der technischen Störungen bereitete dem Supermarkt große Sorgen, auch in Hinblick auf die Mittagszeit: «Wir erwarten einen Ansturm von Studenten, die kommen um ihr Mittagessen zu kaufen», so Séverine.

«Wir behalten ihre Einkäufe und die Leute kommen morgen wieder»

Beim Okaidi bleibt man hingegen positiv: «Wir behalten ihre Einkäufe und die Leute kommen morgen vorbei», erklärt die im Modegeschäft angestellte Noémie. Bei Tango ist die derzeitige Situation besonders herausfordernd. «Die Leute sind gezwungen, bar zu bezahlen». Ungünstige Umstände für das Telekommunikationsunternehmen, denn typischerweise gehen über den Ladentresen eher «große Beträge», erklärt Laurent von Tango.

Wie mehrere Betroffene gegenüber L'essentiel bestätigten, traten Probleme beim Bezahlvorgang bei luxemburgischen Kreditkarten offenbar häufiger auf, als bei ausländischen Karten. So hatten René und Rosemarie aus Hussigny-Godbrange (Frankreich) beispielsweise keine Probleme beim Bezahlen, empfinden die Situation nach eigenen Angaben jedoch als ärgerlich. Ein anderer Betroffener erzählte, er habe starke Verzögerungen an den Kassen des Cactus in Howald beobachtet. Zumindest sei ihm der Bezahlvorgang nach mehreren Anläufen geglückt: «Ich konnte nicht kontaktlos bezahlen, ich musste meine Karte einführen, aber es hat funktioniert».

In Frankreich muss sich der Zahlungs- und Transaktionsdienstleistungen Worldline am kommenden Freitag – dem Tag des «Black Friday» – mit einem Streik eines Teils seiner Belegschaft auseinandersetzen.

(vs)

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