Neue Zahlen – Kaum Verbote für Rüpel in Bahnen und Bussen
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Neue ZahlenKaum Verbote für Rüpel in Bahnen und Bussen

LUXEMBURG - Von 2013 bis 2016 wurde nur acht Personen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmitteln zeitweilig verweigert. Die haben es dafür aber heftig getrieben.

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Seit 2009 können die Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel sich und ihre Kunden vor unangenehmen oder sogar gefährlichen Zeitgenossen schützen: Wer schwerwiegende Angriffe oder Straftaten begangen hat oder sich als Sicherheitsrisiko hervorgetan hat, dem kann der Zugang zu Zügen und Bussen sowie zu Stationen und Haltestellen für maximal ein Jahr verboten werden. Von 2013 bis 2016 wurden aber nur acht solcher Verbote ausgesprochen. Das hat der Verkehrsminister François Bausch am Dienstag erklärt.

Im Zug uriniert

Vier Personen wurden von Angestellten der CFL ausgeschlossen: 2013 gab es zwei Ausschlüsse. In einem Fall ist ein Mann fast 30 mal Schwarzgefahren, hat im Zug geraucht – und dann auch noch auf Sitze im uriniert. 2015 und 2016 folgten zwei weitere Verbote wegen Beleidigungen, Drohungen und Angriffen.

Vier Personen wurde zwischen 2013 und 2016 zudem die Benutzung von Bussen untersagt – auch hier unter anderem wegen körperlicher Gewalt.

Natürlich sei es in der Praxis schwierig, die Maßnahmen auch durchzusetzen, gab Bausch zu. «Die Überwachung der Einhaltung einer solchen Verfügung kann nicht garantiert werden». Darüber hinaus konnten in den letzten vier Jahren keine neuen Verbote ausgesprochen werden: Die Missetäter konnten schlichtweg nicht identifiziert werden.

(jd/L'essentiel)

Es gibt noch mehr Fälle...

Neben den Betreibern des ÖPNV können auch die Großherzogliche Polizei und die Beamten der Zollverwaltung entsprechende Verbote aussprechen. Allerdings gibt es dazu derzeit keine Zahlen.

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