Nach der Übernahme – KBL bestätigt Abbau von 115 Stellen

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Nach der ÜbernahmeKBL bestätigt Abbau von 115 Stellen

LUXEMBURG – Aus der Gerüchteküche werden nun Fakten. Die Bank KBL hat am Montag bestätigt, dass 115 Posten wegfallen.

Die Führungsspitze hat am Montag entschieden, dass bei der Bank KBL und ihrer Filiale KTL 115 Stellen wegfallen werden. Dies entspricht 95 Vollzeitstellen.

Die Bank gibt drei Gründe für den Stellenabbau an. Seit der Finanzkrise sei die wirtschaftliche Aktivität bei der Bank kaum gestiegen. Auch die bereits abgebauten Stellen durch Frühverrentung und Teilzeitarbeit reichten nicht, um das Personal vollstädnig zu halten, teilte KBL mit.

Erste Mitarbeiter zum Chef bestellt

Die Bank kündigt an, am Mittwoch die Verhandlungen mit den Sozialpartnern zu beginnen. «Wir werden vor vollendete Tatsachen gestellt», bemängelte Marc Gleser. Der Vorsitzende der Bankengewerkschaft Aleba sowie der Personaldelegation bei KBL hofft, die besten Bedingungen für die Mitarbeiter aushandeln zu können.

Unterdessen wurden die ersten Mitarbeiter bereits von ihren Vorgesetzten empfangen und über den Ablauf ihres Vertrags informiert.

Übernahme im Mai

Welche Abteilungen von dem Stellenabbau betroffen sind, ist jedoch unklar. Bereits in der vergangenen Woche gab es Gerüchte über einen geplanten Stellenabbau bei der KBL. Zu diesem Zeitpunkt lehnten es die Bankgewerkschaft Aleba sowie die Geschäftsführung ab, diesen zu bestätigen.

Die «KBL European Private Bankers» hat 1 050 Mitarbeiter in Luxemburg und 2 600 in Niederlassungen im Ausland. Im Mai war sie von der indischen Hinduja-Gruppe für 1,35 Milliarden Euro übernommen worden.

(L'essentiel online)

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