Banken – Kein Kollektivvertrag in Aussicht

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BankenKein Kollektivvertrag in Aussicht

LUXEMBURG – Gewerkschafter und Arbeitgeber sind sich nur in einem Punkt einig: Die Banken brauchen einen neuen Kollektivvertrag. Aber zu welchem Preis?

Zum Leidwesen der Gewerkschaften kommen die Verhandlungen für einen neuen Kollektivvertrag im Bankensektor seit dem 26. November nicht voran. «Dabei steht für die 26 000 Bankangestellten auf dem Finanzplatz einiges aus dem Spiel. Wir dürfen keine unnötige Zeit verstreichen lassen», mahnt Marc Glesener, Vorsitzender der führenden Gewerkschaft im Bankenwesen mit etwa 13 000 Mitgliedern. Ihre Hauptforderung – eine gesicherte Gehaltserhöhung von 2,8 Prozent pro Jahr bis 2014 – wurde bereits in eine monatliche Erhöhung von 100 Euro umgewandelt.

Die Arbeitgeber stellen sich jeglichen Gehalterhöhungen entgegen. «Das ist im aktuellen Kontext nicht denkbar», so Jean-Jacques Rommes, Hauptgeschäftsführer der Bankenvereinigung ABBL. Auch wenn er positive Zeichen für eine schnelle Wiederaufnahme der Verhandlungen sieht, geht der ABBL –Geschäftsführer verhalten ans Werk: «Wir stehen nicht unter extremem Zeitdruck. Die Bestimmungen des alten Kollektivvertrags sind noch immer gültig.»

Sollte keine Einigung möglich sein, wird die Schlichtungskammer zu Rate gezogen. Im Härtefall könnte der Bankensektor am Ende ohne Kollektivvertrag dastehen.

(L'essentiel Online mit jt)

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