Firmen in Davos: Kein Land hat am WEF mehr Läden gemietet als Indien
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Firmen in DavosKein Land hat am WEF mehr Läden gemietet als Indien

Der Auftritt der indischen Unternehmen war am WEF unübersehbar. Die Reise nach Davos habe sich gelohnt, sagen die indischen Gäste. Darum liebt Indien das WEF.

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Die «India Lounge» an der Promenade im WEF-Areal.

Die «India Lounge» an der Promenade im WEF-Areal.

20min/mur
«Für Indien ist das WEF einer der wichtigsten Events weltweit», sagt Deepak Bagla, der CEO des Regierungsprojekts «Invest India».

«Für Indien ist das WEF einer der wichtigsten Events weltweit», sagt Deepak Bagla, der CEO des Regierungsprojekts «Invest India».

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Sie leiten Jungunternehmen aus Indien: CEOs und Gründerinnen von indischen Start-ups in Davos.

Sie leiten Jungunternehmen aus Indien: CEOs und Gründerinnen von indischen Start-ups in Davos.

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Das World Economic Forum 2022 (WEF) ist Geschichte. Zum Schluss gab es Abschiedsreden des deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD) und des WEF-Präsidenten Børge Brende. Außer der starken Präsenz der Ukraine und der IT- und Kryptobranche fiel vor allem eines auf: Indische Firmen waren am WEF unübersehbar.

450 Kilo Gemüse eingeflogen

Auf der Gästeliste waren rund 100 Personen aus Indien, wie das WEF auf Anfrage mitteilt. Das tönt nicht nach viel, doch die indische Präsenz war deutlich spürbar. Vor allem rund um das Kongresshaus und in der offiziellen WEF-Zone, wo sich viele indische Firmen eingemietet hatten, um ihr Land zu vertreten.

In der «India Lounge» waren sechs indische Bundesstaaten präsent. Die Begrüßung war euphorisch: Nach wenigen Minuten hielt man einen Gewürztee und Teigtaschen in der Hand. Das Essen bereiteten 15 Köche zu, die die Regierung eingeflogen hatte – inklusive 450 Kilo Gemüse und indische Gewürze, wie «Reuters» schreibt.

Indien fährt auf das WEF ab

Vor Ort war auch Deepak Bagla, der CEO des Regierungsprojekts «Invest India». Laut ihm hat Indien die größte Präsenz aller Länder am WEF. Niemand habe so viele Läden gemietet wie Indien. «Für uns ist das WEF einer der wichtigsten Events weltweit», sagt Bagla. Auch dieses Jahr habe man in Davos wieder Deals mit Firmen abschließen können, die in Indien investieren wollen. Details dazu dürfe er aber keine nennen.

Start-ups schließen Deals in Davos

Neben großen Firmen sind auch viele Start-ups aus Indien am WEF präsent. So etwa Veehive, das laut Gründer Sathish Jeyakumar ein «privates Tiktok» anbietet. Oder das Jungunternehmen hinter der App Mind&Mom, mit der 150.000 Frauen in Indien ihre Schwangerschaft begleiten. 

Die Reise nach Davos habe sich gelohnt, sagen die anwesenden CEOs. Man habe einige Deals abschließen und neue Kontakte knüpfen können. Die Namen der neuen Geschäftspartner wollten die Start-ups nicht verraten.

(L´essentiel/Marcel Urech)

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