Luxemburg – Kein Sonderurlaub bei Fehltagen wegen Corona

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LuxemburgKein Sonderurlaub bei Fehltagen wegen Corona

LUXEMBURG – Muss ein Kind in Quarantäne oder aus anderen Gründen wegen des Coronavirus zu Hause bleiben, kann ein Elternteil bei ihm bleiben, ohne Sonderurlaub nehmen zu müssen.

Wer seine Kinder in Quarantäne betreuen muss, bekommt die Tage nicht vom Sonderurlaub abgezählt.

Wer seine Kinder in Quarantäne betreuen muss, bekommt die Tage nicht vom Sonderurlaub abgezählt.

Der aufgrund der Corona-Pandemie eingeführte Urlaub aus familiären Gründen, den bereits viele Eltern genutzt haben, um sich um ihre Kinder zu kümmern, wird mit dem anstehenden Schulbeginn in Luxemburg nicht wieder eingeführt. Kann das Kind wegen des Coronavirus die Schule oder den Kindergarten nicht besuchen, kann ein Elternteil aber nach wie vor zu Hause bleiben, ohne dass Sonderurlaub genommen werden muss. Das erklärte das Ministerium für soziale Sicherheit gegenüber Paperjam.

Ist ein Kind krank, können Arbeitnehmer in Luxemburg pro Kind (0 bis 4 Jahre) zwölf Tage Urlaub beantragen, 18 Tage, wenn das Kind vier bis 13 Jahre alt ist, und fünf Tage, wenn ein Kind zwischen 13 und 18 Jahren im Krankenhaus ist. Bei Corona-Fällen wird nicht auf diesen Sonderurlaub zurückgegriffen. Da die International School of Luxembourg bereits rund 60 Schüler unter Quarantäne stellen musste, wird davon ausgegangen, dass in den kommenden Monaten noch viele weitere Familien mit diesem Problem konfrontiert werden. Der Sonderurlaub gilt nicht bei Corona-Verdachtsfällen oder falls ein Kind mit einem Infizierten Kind in Kontakt stand. Sollte nämlich tatsächlich eine Infektion festgestellt werden, müssten sich auch die Eltern in Quarantäne begeben.

In seinem Plan bezüglich der Rentrée hat das Bildungsministerium festgehalten, dass ein einzelner Fall nicht zur Quarantäne der gesamten Klasse führen würde. Jugendliche, die mit einem Infizierten in Kontakt waren, können weiterhin am Unterricht teilnehmen, müssen allerdings eine Maske tragen und werden fünf Tage von ihren Mitschülern isoliert bis ein negativer Test durchgeführt wurde.

(Nicolas Martin/L'essentiel)

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