Nürburgring – Keine Formel 1 um jeden Preis

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NürburgringKeine Formel 1 um jeden Preis

Ärger im Nachbarbundesland: Die Strecke in der Eifel könnte am Wochenende vor ihrem letzten Rennen stehen. Die Zukunft des Formel 1-Zirkus wird im Land neu verhandelt.

Zu teuer? Dem Großen Preis von Deutschland am Nürburgring droht das Aus.

Zu teuer? Dem Großen Preis von Deutschland am Nürburgring droht das Aus.

Am Wochenende campt der Formel 1-Zirkus in der Eifel. Zum letzten Mal? Nach Berichten am Wochenende über das Aus für den Großen Preis von Deutschland in der Großregion, hat die Regierung des Nachbarbundeslands nun reagiert. Die zuständigen Minister verhandeln demnach darüber, ob es ein weiteres Rennen auf dem Nürburgring gebe.

Turnusmäßig findet der große Preis von Deutschland nur jedes zweite Jahr in der Eifel statt. Die Veranstaltung wird vom Bundesland Rheinland-Pfalz subventioniert. Die Kosten betragen nach Medienberichten bis zu 55 Millionen Euro.

«Hängt von Ecclestone ab»

Im Koalitionsvertrag haben Sozialdemokraten und Grüne nun festgehalten, die Förderung zu kürzen. Bedeutet das zwangsläufig das Ende der Formel 1 in der Eifel? «Ob das Rennen am Wochenende das letzte sein wird, hängt damit maßgeblich von den Forderungen von Bernie Ecclestone ab», erklärt Wirtschaftsministerin Eveline Lemke.

Was passiert mit dem Nürburgring, sollte die Formel 1 der Eifeler Rennstrecke den Rücken kehren? Derzeit gibt es nach Angaben der Landesregierung keine Anfragen für einen Umbau des Nürburgrings, an dem auch jedes Jahr im Juni das Rockfestival Rock am Ring steigt. Es werde aber über ein «zukunftsfähiges touristisches Konzept» verhandelt.

Dabei geht es unter anderem um die Vermarktung von Hotelzimmern. Zu der touristischen Vermarktung der Rennstrecke gehört auch die vermeintlich «schnellste Achterbahn der Welt», die seit ihrer Fertigstellung im Jahr 2009 bisher noch nicht funktioniert hat.

(L'essentiel Online/dpa)

Nürburgring-Chef macht Druck auf Ecclestone

Im Kampf um die Formel-1-Zukunft auf dem Nürburgring hat Geschäftsführer Jörg Lindner von Bernie Ecclestone eine Reduzierung der Kosten gefordert.

«Die zurzeit noch geltenden Konditionen erzeugen hohe und nicht mehr hinnehmbare Verluste. Deshalb kann es eine Fortsetzung der großen und legendären Tradition der Formel 1 auf dem Nürburgring nur geben, wenn ein künftiger Vertrag wirtschaftlich und politisch vertretbare Regelungen enthält», sagte Lindner am Montag der Nachrichtenagentur dpa.

Der Kontrakt läuft nach dem WM-Rennen am kommenden Wochenende aus. Derzeit wechselt sich der Nürburgring jährlich mit dem Hockenheimring ab.

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