Publiziert

CoronavirusKeine Luxemburger in der chinesischen Provinz Hubei

Wegen des Coronavirus starten immer mehr Länder Rückholaktionen und wollen Bürger aus China ausfliegen. Luxemburger sind offenbar nicht betroffen.

China baut in aller Schnelle ein Krankenhaus zur Behandlung von Patienten, die mit dem neuen Virus infiziert sind.

China baut in aller Schnelle ein Krankenhaus zur Behandlung von Patienten, die mit dem neuen Virus infiziert sind.

DPA/Xiong qi

Immer mehr Länder wollen ihre Staatsangehörigen wegen der neuen Lungenkrankheit aus den besonders betroffenen Regionen Chinas in die Heimat zurückholen. Belgien bot Landsleuten in der chinesischen Stadt Wuhan und der umliegenden Provinz Hubei die Rückkehr an, auch Großbritannien, die Niederlande, Dänemark und weitere Länder weltweit prüften Möglichkeiten, Staatsbürger auszufliegen. Japan, Frankreich und die USA haben solche Rückholaktionen bereits in die Wege geleitet.

Auch die deutsche Regierung erwägt, Staatsangehörige wegen des Coronavirus aus der chinesischen Provinz Hubei auszufliegen. Das erklärte Außenminister Heiko Maas (SPD) in Berlin. Das Auswärtige Amt in Deutschland sprach von rund 90 Betroffenen. Der Krisenstab in Berlin muss noch über das Verfahren entscheiden.

Keine Luxemburger in der Krisen-Provinz

Ein Sprecher des Außenministeriums in Luxemburg teilte auf Anfrage mit, das Ministerium habe keine Kenntnis von luxemburgischen Staatsbürgern in der Provinz Hubei. Die luxemburgische Botschaft in Peking stehe aber in engem Kontakt mit den anderen EU-Mitgliedstaaten vor Ort sowie mit den chinesischen Behörden, um die Lage weiterhin zu beobachten und – falls nötig – Schritte einzuleiten.

Am Wochenende sind die ersten Erkrankungen in Europa bekannt geworden. In Frankreich gab es drei Fälle. In China steigt die Zahl der Toten und Infizierten weiter an. Nach Behördenangaben starben bislang mindestens 80 Menschen. Fast 2800 Krankheitsfälle wurden registriert.

(Marlene Brey/L'essentiel)

Deine Meinung