Erneuerbare Energien – Keine Solarzellen auf dem Obersauer Stausee
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Erneuerbare EnergienKeine Solarzellen auf dem Obersauer Stausee

OBERSAUER – Umweltministerin Carole Dieschbourg lehnt die Idee ab, schwimmende Solaranlagen auf dem See zu installieren. Das teilt die Grünen-Politikerin am Mittwoch mit.

In einigen Ländern, wie hier in Frankreich, werde schwimmende Solaranlagen schon eingesetzt.

In einigen Ländern, wie hier in Frankreich, werde schwimmende Solaranlagen schon eingesetzt.

AFP/Gerard Julien

Ein schwimmendes Solarkraftwerk wird es auf dem Obersauer Stausee nicht geben. Carole Dieschbourg (Déi Gréng), Ministerin für Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung, lehnte die Idee am Mittwoch ab, die der Abgeordnete Max Hahn (DP) in einer parlamentarischen Anfrage in Spiel gebracht hatte. Nach Ansicht der Ministerin sei eine solche Anlage mit dem Naturschutz nicht vereinbar.

Das Gebiet um den Stausee ist Naturschutzgebiet und daher seien jegliche Installationen verboten, die das Ökosystem des Sees beeinträchtigen könnten. Die schwimmenden Solarmodule könnten demnach den Sauerstoffgehalt und das Gleichgewicht des Gewässers negativ beeinflussen. Ebenfalls werden als Gründe gegen diese Idee die saisonbedingten Schwankungen des Wasserspiegels genannt. «Im Rahmen ihrer Strategie zur Entwicklung der Solarenergie fördert die Regierung andere künstliche Gewässer», sagt Carole Dieschbourg – ohne weiter ins Detail zu gehen.

In einigern Ländern dieser Welt werden soch schwimmende Solaranlagen immer häufiger installiert. Ziel ist es, Solarenergieflächen zu gewinnen, ohne knappe Böden zu opfern. Diese Lösung wird in Ländern mit Platzmangel intensiv geprüft oder sogar bereits installiert. Die Projektträger loben, dass Solarmodule dazu beitragen, die Wasserverdampfung zu begrenzen und gleichzeitig die Produktion durch Kühlung der Module zu verbessern.

(jg/L'essentiel)

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