USA: Kevin Spacey muss «House of Cards»-Produzenten 31 Millionen Dollar zahlen

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USAKevin Spacey muss «House of Cards»-Produzenten 31 Millionen Dollar zahlen

Der 63-jährige Schauspieler soll gegen eine firmeneigene Richtlinie zum Schutz vor Belästigung verstoßen haben. Das kommt ihm nun teuer zu stehen.

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Kevin Spacey ist zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden.

Kevin Spacey ist zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden.

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Der Schauspieler muss den Produzenten der Netflix-Serie «House of Cards» 31 Millionen Dollar Schadensersatz zahlen.

Der Schauspieler muss den Produzenten der Netflix-Serie «House of Cards» 31 Millionen Dollar Schadensersatz zahlen.

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Mehrere Männer hatten dem zweifachen Oscar-Preisträger 2017 im Zuge der #MeToo-Debatte sexuelle Übergriffe vorgeworfen.

Mehrere Männer hatten dem zweifachen Oscar-Preisträger 2017 im Zuge der #MeToo-Debatte sexuelle Übergriffe vorgeworfen.

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Der wegen Vorwürfen sexueller Übergriffe in Verruf geratene US-Schauspieler Kevin Spacey muss den Produzenten der Erfolgsserie «House of Cards» 31 Millionen Dollar Schadenersatz zahlen. Ein kalifornischer Richter wies am Donnerstag Rechtsmittel des einstigen Hollywood-Stars gegen einen entsprechenden Schiedsspruch ab. Der 63-Jährige habe eindeutig gegen vertragliche Vereinbarungen verstoßen, erklärte Richter Mel Red Recana in seinem 14-seitigen Urteil.

Ein Streitschlichter hatte der Produktionsfirma MRC im Jahr 2020 31 Millionen Dollar zugesprochen. MRC hatte Spacey nach dem Bekanntwerden von Vorwürfen sexueller Übergriffe gefeuert und daraufhin die sechste Staffel von «House of Cards» komplett umschreiben müssen. Spacey hatte in der Netflix-Serie in fünf Staffeln in der Hauptrolle den skrupellosen US-Politiker Frank Underwood gespielt.

Spacey wurde aus der Serie gestrichen

Die Produktionsfirma argumentierte in der Folge, der aus Filmen wie «American Beauty» und «Die üblichen Verdächtigen» bekannte Schauspieler habe gegen Bestimmungen verstoßen, «die Standards für sein Verhalten am Arbeitsplatz festlegen», darunter eine firmeneigene Richtlinie zum Schutz vor Belästigung.

Der abrupte Rauswurf des Schauspielers aus der Serie habe zudem Umstrukturierungen erforderlich gemacht, die für MRC zu «erheblichen Verlusten» geführt hätten. So habe das Drehbuch ohne die Hauptfigur Underwood neu geschrieben und die sechste und letzte Staffel auf acht Folgen verkürzt werden müssen.

Mehrere Männer äußerten Belästigungsvorwürfe

Mehrere Männer hatten dem zweifachen Oscar-Preisträger 2017 im Zuge der #MeToo-Debatte sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Die Vorwürfe hatten für Spacey schwerwiegende Folgen: Er verlor seine Hauptrolle in «House of Cards», fiel in der Branche in Ungnade und erlebte einen dramatischen Karriere-Absturz. 2019 wurde eine Anklage gegen Spacey jedoch fallen gelassen.

Zuletzt erschien Spacey in London vor Gericht. Vor dem Londoner Strafgerichtshof Old Bailey wies der Schauspieler im Juli alle Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs von Männern in Großbritannien zurück. Spacey werden in Großbritannien vier Übergriffe gegen drei Männer in den Jahren 2005 bis 2013 zur Last gelegt.

(AFP/job)

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