Reform der Rettungsdienste – Kfz-Sondersteuer bringt Verbraucherschützer in Rage
Publiziert

Reform der RettungsdiensteKfz-Sondersteuer bringt Verbraucherschützer in Rage

LUXEMBURG - Luxemburger Autofahrer sollen die Kosten für die Reform der Rettungsdienste schultern. Das regt den «Lëtzebuerger Konsumenteschutz» auf.

Der Staat will künftig eine Steuer in Höhe von drei Prozent auf die Kfz-Haftpflichtversicherungen erheben.

Der Staat will künftig eine Steuer in Höhe von drei Prozent auf die Kfz-Haftpflichtversicherungen erheben.

DPA

Beim «Lëtzebuerger Konsumenteschutz» ist man stinksauer. Grund ist die von Innenminister Dan Kersch (LSAP) am Freitag angekündigte Sondersteuer auf Kfz-Haftpflichtversicherungen in Höhe von drei Prozent. Über diese will der Staat 5,6 Millionen Euro einnehmen, die gebraucht werden, um die ebenfalls letzte Woche angkündigte Reform der Luxemburger Rettungsdienste durchzuführen.

Der Konsumentenschutz stelle fest, «dass mittlerweile schon reflexartig die Verbraucherpreise jedes Mal heraufgeschraubt werden, sobald es gilt, ein Haushaltsdefizit zu kompensieren». Es könne nicht sein, dass trotz guter Konjunktur ausgerechnet wieder der Verbraucher zur Kasse gebeten werde. Eine solche Politik sei «nicht akzeptabel».

Besonders erbost zeigen sich die Verbraucherschützer darüber, dass die Ankündigung in den gleichen Zeitraum falle, wie die Aussicht auf die «längst überfällige Indextranche Ende des Jahres». So gebe man den Menschen mehr Geld, um es ihnen gleich wieder zu nehmen.

(pw/L'essentiel)

Deine Meinung