Frankreich – Kinder erkranken durch deutsches Hackfleisch

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FrankreichKinder erkranken durch deutsches Hackfleisch

Im Norden Frankreichs haben sechs Kinder eine E.-coli-Infektion erlitten. Es soll von Lidl-Hacksteaks stammen, die in Luxemburg und Belgien nicht im Handel waren.

Nachdem sie Hacksteaks des Discounters Lidl gegessen hatten, erkrankten sechs Kinder im nordfranzösischen Lille an einer E.-coli-Infektion.

Die Kinder, von denen das jüngste eineinhalb Jahre alt ist, befinden sich der französischen Gesundheitsbehörde ARS zufolge nicht in Lebensgefahr. Dass es sich bei dem Erreger um den E.-coli-Keim Ehec handelt, muss noch untersucht werden.

Produkte nicht in Luxemburg verkauft

Der Hersteller Saint-Dizier, der Lidl mit den Hacksteaks belieferte, hat seine Fleischprodukte der Marke «Steaks Country» bereits zurückgerufen. Das beanstandete Rindfleisch soll aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden stammen. Um weiteren Erkrankungen vorzubeugen, warnt Lidl in den Filialen vor Fleisch, dessen Haltbarkeit im Mai 2012 abläuft. Auch eine Hotline wurde eingerichtet. In Belgien und Luxemburg wurden die entsprechenden Produkte nicht verkauft.

«Die Sicherheit und Gesundheit unserer Kunden hat für uns Vorrang», sagte der Geschäftsführer von Lidl in Frankreich, Jérôme Gresland, und betont, dass es noch keinen bewiesenen Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und den vom Discounter vertriebenen Fleischprodukten gebe.

L'essentiel Online/rre/dpa

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