Deutschland – Kinder sollen in der Schule Saufen lernen

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DeutschlandKinder sollen in der Schule Saufen lernen

Ein Schulprojekt in Brandenburg sorgt für Empörung: 90 minderjährige Schüler sollen den Umgang mit Alkohol erlernen – inklusive Probetrinken.

Mit dem Projekt «Lieber schlau statt blau» will eine Schule im brandenburgischen Templin eine Alkohol-Sucht vorbeugen. Dazu lädt die Schule rund 90 Schüler zum betreuten Alkohol-Trinken ein. Die minderjährigen Schüler können dabei bis zu 0,8 Liter Wein oder 1,3 Liter Bier trinken. Auch Schüler, die bisher noch nie mit Alkohol in Kontakt gekommen sind, dürfen mitmachen.

Das Projekt diene der Sucht-Vorbeugung, sagt Brandenburgs rot-rote Regierung und fördert es seit Jahren mit Steuergelder. Doch jetzt beginnen sich die Eltern der Schüler gegen das Projekt zu wehren.

«Da liege ich ja selber flach»

In der Lokalzeitung «Nordkurier» fordert eine Leserin die Regierung auf, die Kinder zuerst über die Schäden durch Alkohol und Drogen aufzuklären. «Und jetzt wird ihnen schon in der Schule Alkohol von Lehrern angeboten!»

Mit einer schriftlichen Genehmigung der Eltern soll den Schülern der 9. Klasse das Alkohol-Trinken erlaubt werden. Denn Jugendlichen unter 16 Jahren Alkohol zu verabreichen, ist strafbar. Die Leserin denkt aber gar nicht daran, diese zu unterschreiben. Auch die Schulleiterin würde ihrem Kind nicht erlauben, einen Liter Bier zu trinken: «Da liege ich ja selber flach.»

Trotzdem verteidigt die Schulleiterin das Projekt: «Es ja nicht ums Besaufen, sondern ums Beobachten der Folgen. Schüler, die sich rühmen, dass ihnen Alkohol nichts ausmacht, sollen erleben, dass sie doch nicht so stark sind»

(L'essentiel/uten)

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