Entwicklung am Plateau – Kirchberg blüht zum echten Wohnviertel auf

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Entwicklung am PlateauKirchberg blüht zum echten Wohnviertel auf

LUXEMBURG - Der Fonds Kirchberg hat die großen Zukunftsprojekte auf dem Plateau vorgestellt. Bis 2036 sollen dort mehr als 60.000 Beschäftigte arbeiten.

René Biwer (Direktor von Ponts & Chaussées), Infrastrukturminister François Bausch, Patrick Gillen (Präsident des Fonds Kirchberg) und Jean Leyder (Direktor der Verwaltung für öffentliche Gebäude, v.l.n.r.) bei der Bilanzpressekonferenz am Montag.

René Biwer (Direktor von Ponts & Chaussées), Infrastrukturminister François Bausch, Patrick Gillen (Präsident des Fonds Kirchberg) und Jean Leyder (Direktor der Verwaltung für öffentliche Gebäude, v.l.n.r.) bei der Bilanzpressekonferenz am Montag.

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Das Geschäfts- und Bankenviertel auf dem Kirchberg wird sich in den nächsten Jahren weiter rasant verändern. In 20 Jahren sollen bereits 60.000 Beschäftigte auf dem Plateau arbeiten – 22.000 mehr als heute. Das gab der Fonds Kirchberg am Montag im Rahmen seiner Bilanzpressekonferenz für das Jahr 2015 bekannt.

Zahlreiche große Namen aus der Privatwirtschaft wie EY Luxembourg haben sich in den vergangenen Monaten jenseits der Roten Brücke niedergelassen. Nicht zu vergessen sind auch die Expansionsprojekte der BGL BNP Paribas (bereits abgeschlossen) und von RTL (noch in Bau).

Dass immer mehr Menschen auf dem Kirchberg arbeiten, hat auch mit den europäischen Institutionen zu tun. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) erhält einen dritten Turm und auch der Sitz der Europäischen Investitionsbank wird erweitert. Langfristig werden 16.500 Menschen im Dienste der Union auf dem Kirchberg tätig sein, zur Zeit sind es noch 12.000.

Neues Parkhaus am Kreisel Serra

Damit nach Büroschluss mehr Leben in die Luxemburger «Downtown» kommt, investiert die öffentliche Hand in den nächsten Jahren massiv in den Wohnungsbau. Langfristig sollen 16.000 Menschen auf Kirchberg leben, das sind fünf Mal mehr als heute. Vor allem das Wohnbauprojekt «JFK Sud» spielt hier eine wichtige Rolle, wie Patrick Gillen, Präsident des Fonds Kirchberg betont. Entlang der Avenue John F. Kennedy im Süden des Stadtviertels werden 1000 neue Wohnungen errichtet.

Um den regen Zuzug zu bewältigen, braucht es auch neue Infrastruktur: Ab Herbst 2017 soll die Tram ihre ersten Runden zwischen Luxexpo und Roter Brücke drehen. Ende 2017 sollen dann auch die Seilbahn und der neue Bahnhof Kirchberg-Pfaffenthal betriebsbereit sein. Pro Stunde können dann 6000 Menschen vom Bahnsteig hinauf zur Place de l'Europe befördert werden. Im Norden soll der Kreisel Serra eine echte Eingangspforte zur Hauptstadt werden. Daneben entsteht ein Busbahnhof mit Tram-Anbindung und ein Parkhaus mit 570 Stellplätzen.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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