Fonds Kirchberg – Kirchberg wird zum «Schaufenster» der Stadt
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Fonds KirchbergKirchberg wird zum «Schaufenster» der Stadt

LUXEMBURG - Der Fonds Kirchberg legt seinen Jahresbericht vor. Das Banken- und Geschäftsviertel wird bald einen neuerlichen Wandel erleben, so die Stadtentwickler.

«Die Verkehrstaus zu Stoßzeiten sind eines unserer größten Sorgen», sagte Patrick Gillen, Präsident des Fonds Kirchberg (r.).

«Die Verkehrstaus zu Stoßzeiten sind eines unserer größten Sorgen», sagte Patrick Gillen, Präsident des Fonds Kirchberg (r.).

L'essentiel

Das Plateau Kirchberg ist weiterhin voll auf Wachstumskurs. Das machte die Präsentation des Jahresberichts des mit der Entwicklung des Stadtviertels vertrauten Fonds Kirchberg einmal mehr deutlich. Wie der Präsident der öffentlichen Einrichtung, Patrick Gillen, unter Anwesenheit von Infrastrukturminister François Bausch (Déi Gréng) erklärte, soll das Viertel zu einem Schaufenster der Luxemburger Hauptstadt werden.

Die Büroimmobilien für die Bank BGL-BNP Paribas sind derzeit im Bau, die von KPMG sind bereits abgeschlossen. Drei weitere Immobilienprojekte sind bereits in Planung. Je 810 Wohnungen sollen in Kiem und am Réimerwee entstehen. Ein drittes Projekt sieht 260 weitere Wohnungen im südlichen JFK vor. Das Angebot an Wohnraum – derzeit gibt es auf Kirchberg 1600 Wohnungen – soll langfristig steigen. Bis 2035 sollen 62.000 Menschen auf dem Kirchberg arbeiten und wohnen.

Damit einher geht jedoch eine Zunahme des Verkehrs. Der Präsident des Fonds Kirchberg ist sich dessen bewusst. «Die Verkehrsstaus zu Stoßzeiten sind eines unserer größten Sorgen», sagt Gillen. Die geplante Straßenbahn mit acht Stationen auf der Avenue Kennedy zwischen der Roten Brücke und der Luxexpo sollen einen Teil des Verkehrs aufsaugen. «Mit Zugteilen von 350 Personen und einer hohen Taktrate wird die Tramway dazu beitragen, die Stau-Falle zu entschärfen.»

Der «Turbo-Kreisverkehr»

Die Arbeiten für die Tram werden im Januar 2016 beginnen und nicht allzu störend für den Verkehr sein. «Wir hatten schon in den 90er Jahren mit der Strecke gerechnet. Der Bus wird in den Verkehrsfluss zurückkehren, aber das sollte nicht zu Unannehmlichkeiten führen.» Zwei weitere Infrastrukturmaßnahmen sollen die Autofahrt über den Kirchberg künftig erleichtern: Zum einen der unterirdische Bypass von der Avenue Kennedy auf die Autobahn A 1, der ab November gebaut wird. Dieser wird es ermöglichen, den Pendlerverkehr aus der Stadt besser zu managen und den Kreisverkehr Serra am nördlichen Ende zu entlasten.

Der Kreisel wird künftig in einen «Turbo-Kreisverkehr» mit Ampeln verwandelt.. «Wir werden die Kapazitäten an den verschiedenen Eingängen des Kreisels neu verteilen. Wir werden damit in der Lage sein, den Verkehrsfluss von der Trierer Autobahn A 1 und der A 7 aus dem Norden besser zu regeln», so der Präsident des Fonds Kirchberg. Die Arbeiten sollen Ende 2016 abgeschlossen sein.

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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