Qualitätsmangel in Luxemburg – Kläranlagen kosteten bereits 5 Millionen an Strafe

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Qualitätsmangel in LuxemburgKläranlagen kosteten bereits 5 Millionen an Strafe

LUXEMBURG - Zwei neue Kläranlagen werden im Großherzogtum bald eröffnet. Nach einer Strafe des EuGH aus dem Jahr 2013 hat sich jedoch immer noch nicht sehr viel getan.

Die Kläranlagen in Luxemburg lassen zu Wünschen übrig.

Die Kläranlagen in Luxemburg lassen zu Wünschen übrig.

DPA

Teurer Spaß mit dem dreckigen Wasser: Am 28. November 2013 verurteilte der Europäische Gerichtshof (EuGH) das Großherzogtum zu einer Geldstrafe von zwei Millionen Euro. Zusätzlich musste Luxemburg seitdem pro Tag 2800 Euro bezahlen. Grund: Bei den sechs wichtigsten Kläranlagen des Landes entsprach die Abwasserbehandlung nicht den EU-Richtlinien. Dabei geht es speziell um Phosphate und Stickstoff. Nach nunmehr dreieinhalb Jahren steht eine saftige Rechnung von fünf Millionen Euro zu Buche.

«Seit dem Urteil haben wir fünf der sechs Kläranlagen so modernisiert, dass sie den EU-Richtlinien entsprechen. Einzig die Anlage in Bleesbrück ist noch nicht so weit» heißt es in einer Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamtes. Die Arbeiten in Bleesbrück sind jedoch im Gange. «Wir haben am 2. Juni 2014 angefangen. Bis Dezember 2018 sollte alles erledigt sein», so das Wasserwirtschaftsamtes.

In diesem Sommer werden zwei neue Kläranlagen in Wiltz und Consdorf eröffnet. Eine dritte Anlage in Feulen befindet sich im Bau. Dennoch werden die Strafen anhalten, sofern die Richtlinien weiter nicht erfüllt sind. Bis ins Jahr 2027 will der Start insgesamt 1,2 Milliarden Euro investieren, damit Luxemburg nicht weiter hinterherhinkt.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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