Matthieu Osch – Kleiner Fehler macht das gute Gefühl zunichte

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Matthieu OschKleiner Fehler macht das gute Gefühl zunichte

Seinen zweiten Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen konnte Matthieu Osch nicht ins Ziel bringen. Dabei kam der Luxemburger gut in den Slalom hinein.

Ein Fahrfehler genügte: Matthieu Osch stürzte beim Slalom.

Ein Fahrfehler genügte: Matthieu Osch stürzte beim Slalom.

AFP/Kirill Kudryavtsev

Matthieu Osch fühlte sich gut. Der Luxemburger Skifahrer sauste in der Nacht zum Donnerstag den Slalom-Parcours bei den Olympischen Spielen hinab. Nach einem gelungenen Start wurde der 18-Jährige mutiger und fand seinen Rhythmus. Doch nach etwa zwei Dritteln der Strecke kam das abrupte Ende. «Dann habe ich leider zwei kleine Fehler gemacht, bin etwas zu gerade gefahren und es hat mich nach hinten katapultiert», sagt Osch im Gespräch mit L'essentiel.

Osch wollte mehr riskieren als beim Riesenslalom, den er auf Platz 62 abschloss. Doch belohnt wurde er nicht. Wie auch viele andere. Nur 52 der 108 Starter überstanden den ersten Durchgang. Auch Topfavorit Marcel Hirscher schied bereits in Durchgang eins aus. Der zweite Goldanwärter Henrik Kristoffersen patzte als Führender im zweiten Lauf. «Der Schnee war sehr aggressiv. Das heißt, dass der Ski unglaublich schnell reagierte. Dadurch hat man selbst nicht so viel Kontrolle. In Europa hat man solche Schneebedingungen nicht», erklärt Osch.

Am Montag geht es zurück

Trotz der Enttäuschung durch den Ausfall überwiegt bei Osch schon wenige Stunden später der Stolz. «Es war eine super Erfahrung für mich. Mit dem zweiten Lauf des Riesenslaloms war ich ziemlich zufrieden. Beim Rest ist noch Luft nach oben. Aber ich habe ja noch ein wenig Zeit», sagt der Teenager.

Bis zur Abschlussfeier am Sonntag wird sich Osch nun noch einige andere Wettbewerbe ansehen. Bislang stand das Training und die Vorbereitung im Vordergrund. «Morgen wollte ich mir ein Eishockey-Halbfinale ansehen. Wenn ich noch Karten bekomme», so Osch lächelnd. Am Montag kehrt die Luxemburger Delegation in die Heimat zurück.

(hej/L'essentiel)

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