Melbourne, Australien – Kleinflugzeug stürzt auf Einkaufszentrum – 5 Tote

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Melbourne, AustralienKleinflugzeug stürzt auf Einkaufszentrum – 5 Tote

Ein private Chartermaschine setzte noch einen Notruf ab, bevor sie im australischen Melbourne verunfallte. Alle Insassen sterben.

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs auf ein Einkaufszentrum nahe der australischen Stadt Melbourne sind am Dienstag fünf Menschen ums Leben gekommen. Es seien fünf Insassen an Bord der Maschine gewesen und «es sieht so aus, als habe niemand überlebt», sagte ein Polizeisprecher. Der Regierungschef des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, sprach vom «schlimmsten Zivilluftfahrt-Unfall seit 30 Jahren» in dem Bundesstaat.

Das Unglück ereignete sich kurz nach dem Start der Maschine vom Flughafen Essendon Fields nördlich von Melbourne. Die private Chartermaschine vom Typ Beechcraft war auf dem Weg nach King Island, rund eine Flugstunde südlich, als sie plötzlich auf das Gebäude stürzte und laut Zeugen in einem «gewaltigen Feuerball» explodierte.

Bei den Opfern handele es sich um die Insassen der Maschine, sagte Regierungschef Andrews. Das Einkaufszentrum war zum Zeitpunkt des Unglücks geschlossen. In dem Gebäude gab es nach Angaben der Behörden keine Opfer.

Laut Polizeichef Mick Frewen setzte die Maschine noch einen Notruf ab. Als mögliche Unglücksursache komme ein «katastrophaler Motorschaden» in Betracht. Mehr als 60 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Flughafen geschlossen

Live-Fernsehbilder zeigten ein ausgebranntes Flugzeugwrack und schwarzen Rauch über dem stark beschädigten Einkaufszentrum DFO und Nachbargebäuden in Essendon Fields. Ein DFO-Verkäufer sagte dem Sender Sky News, es «fühlte sich an, als explodierte eine Bombe».

Ein Taxifahrer berichtete von einem «gewaltigen Feuerball». «Ich konnte die Hitze durch die Scheiben des Taxis spüren und dann knallte ein Rad – es sah wie eine Flugzeugrad aus – auf die Straße und schlug gegen die Front des Taxis, als wir vorbeifuhren», sagte er dem Rundfunksender ABC.

Der Flughafen Essendon Fields wurden vorübergehend geschlossen, Flüge auf die beiden größeren Airports Tullamarine und Avalon umgeleitet. Auch eine Straße musste wegen herumliegender Trümmer gesperrt werden.

(L'essentiel/chk/afp)

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