Millionenklage – Klempner-Truck landet im syrischen Bürgerkrieg

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MillionenklageKlempner-Truck landet im syrischen Bürgerkrieg

Ein Texaner verkauft seinen Geländewagen an einen Gebrauchtwagenhändler. Dann tauchen Bilder des Firmenautos aus Syrien im Internet auf.

Schlechte Werbung: Der Geländewagen im Kampfeinsatz in Syrien.

Schlechte Werbung: Der Geländewagen im Kampfeinsatz in Syrien.

Twitter / Caleb Weiss

Die Firmenwerbung auf seinem Auto kam den US-Amerikaner Mark Oberholtzer teuer zu stehen. Nachdem er den Geländewagen verkauft hatte, tauchte dieser auf Bildern aus dem Bürgerkrieg in Syrien auf, berichtet CNN – mit gut lesbarer Telefonnummer. Der Klempner erhielt Tausende von Drohanrufen und musste seine Firma für einige Tage schließen. Er erhielt auch Besuch vom FBI und vom Ministerium für innere Sicherheit.

Oberholtzer hatte den Ford im Oktober 2013 an einen texanischen Gebrauchtwagenhändler verkauft. Dieser versprach ihm, das Firmenlogo entfernen zu lassen. Über die Türkei soll der Wagen dann nach Syrien gelangt sein, sagt der Anwalt des Unternehmers zu CNN.

Auf Twitter erschien ein Jahr nach dem Verkauf ein Bild des Autos. Es zeigt syrische Milizsoldaten im Kampfeinsatz.

– Caleb Weiß (@Weißenberg7) 15. Dezember 2014

Der texanische Unternehmer hat den Gebrauchtwagenhändler nun auf Schadensersatz verklagt. Er erhält immer noch Drohanrufe und trägt mittlerweile eine Waffe, um sich zu schützen.

(L'essentiel/ij)

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