Cancún – Klimakonferenz gegen Erderwärmung

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CancúnKlimakonferenz gegen Erderwärmung

Knapp ein Jahr nach dem enttäuschenden Ausgang der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen berät die Weltgemeinschaft ab heute im mexikanischen Cancún erneut über den Kampf gegen die Erderwärmung.

Ein Greenpeaceaktivist testet die Innenwand eines Ballons, der vor Eröffnung der Weltklimakonferenz über die Kukulkan-Pyramide platziert wurde.

Ein Greenpeaceaktivist testet die Innenwand eines Ballons, der vor Eröffnung der Weltklimakonferenz über die Kukulkan-Pyramide platziert wurde.

AFP

Von der zweiwöchigen Konferenz wird allerdings keine Einigung auf ein verbindliches Abkommen erwartet, wohl aber Fortschritte beim Waldschutz, bei den Zusagen von Emissionsminderungen und bei Finanzhilfen für den Klimaschutz in Entwicklungsländern. Widerstand gegen ein Abkommen kommt vor allen von den größten Kohlendioxid-Emittenten der Welt, USA und China.

EU soll Profil zeigen

Der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, forderte die Europäische Union auf, in Cancún ihr Ziel zur Emissionsminderung ohne Vorbedingungen anzuheben. Es sei "falsch", wenn die EU ihr Ziel zur Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes bis 2020 von derzeit 20 Prozent nur im Falle weiter reichender Zusagen anderer Länder anhebe, sagte Flasbarth der Nachrichtenagentur AFP. Deutschland sei mit seiner festen Verpflichtung zu einem Minus von 40 Prozent bis 2020 bereits "vorbildlich".

"Die EU sollte in Cancún deutlich machen, dass sie diesen Klimaschutzweg auch für sich für richtig hält und deshalb auch zu höheren Beiträgen, nämlich 30 Prozent weniger Emissionen, bereit ist", forderte Flasbarth.

Kopenhagen nicht wiederholen

Beim UN-Klimagipfel Ende vergangenen Jahres in Kopenhagen war es der internationalen Gemeinschaft nicht gelungen, sich auf den Rahmen eines neuen Klimaschutz-Abkommens zu einigen, das das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll ablösen soll. Die Teilnehmer einigten sich lediglich auf das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

L'essentiel Online mit AFP

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