Griechen-Premier Mitsotakis – Klimakrise Ursache für Ausmaß der Brände
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Griechen-Premier MitsotakisKlimakrise Ursache für Ausmaß der Brände

Griechenlands Premierminister Kyriakos Mitsotakis sieht in der Klimakrise einen der Hauptgründe für die verheerenden Waldbrände im Land. Die Hitze habe alles ausgetrocknet.

Griechenlands Regierungschef Mitsotakis sieht in der Klimakrise einen der Hauptgründe für die Brände.

Griechenlands Regierungschef Mitsotakis sieht in der Klimakrise einen der Hauptgründe für die Brände.

DPA/Thanassis Stavrakis

Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis sieht in der Klimakrise einen der Hauptgründe für die verheerenden Waldbrände im Land. «Ich betone, es ist kein Klimawandel, es ist eine Klimakrise. Und wir als Land sind Teil davon», sagte er bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Athen. Das Feuer hätte auch deshalb so gewütet, weil den Bränden eine zehntägige Hitzewelle vorausgegangen sei, die das Land völlig ausgetrocknet habe. Das Thema Umwelt müsse zur nationalen Hauptaufgabe gemacht werden.

Mitsotakis betonte, die Brände seien kein griechisches, sondern ein mediterranes und weltweites Problem. «Schauen Sie sich an, was in Italien und anderen Ländern passiert.» Er kündigte an, beim nächsten Gipfel der Mittelmeerländer Möglichkeit zur Zusammenarbeit bei der Brandbekämpfung auszuloten und bedankte sich zudem ausdrücklich für die internationale Hilfe von 24 Staaten.

Neue Denkansätze gefordert

Man müsse neu denken, forderte Mitsotakis. So sei es zum Beispiel möglich, gemeinsam mit Australien Löschflugzeuge anzuschaffen. Diese könnten im australischen Winter, wenn in Europa Sommer ist, in Griechenland eingesetzt werden.

Es habe zum Teil auch Brandstiftung gegeben, sagte Mitsotakis. Es gebe allerdings bisher keine konkreten Hinweise auf organisierte Brandstiftung. Er vertraue auf laufende Ermittlungen. In Griechenland sind in den letzten zehn Tagen rund 20 mutmaßliche Brandstifter festgesetzt worden, allerdings ließ sich zwischen den einzelnen Personen kein Zusammenhang erkennen.

Die Insel Euböa ist besonders stark von den Bränden betroffen. (Foto:DPA)

Theorien in sozialen Netzwerken, wonach die Windkraftindustrie hinter den Bränden steckt, um viele Windkraftanlagen zu bauen, erteilte Mitsotakis eine Absage. «Windkrafträder können auch in bewaldetem Gebiet gebaut werden, dafür muss man den Wald nicht abbrennen.»

(L'essentiel)

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