Weltweite Emissionen: Klimakrise? Zwei Good News geben Hoffnung

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Weltweite EmissionenKlimakrise? Zwei Good News geben Hoffnung

Die Weltuntergangsuhr tickt weiter, doch laut einem US-Bericht gibt es Grund zur Hoffnung. Es geht um Emissionen aus fossilen Brennstoffen und erneuerbare Energien. 

von
Karin Leuthold
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Gemäß einer Untersuchung von «Global Carbon Project» haben die Emissionen aus fossilen Brennstoffen im 2022 einen Rekordwert erreicht. 

Gemäß einer Untersuchung von «Global Carbon Project» haben die Emissionen aus fossilen Brennstoffen im 2022 einen Rekordwert erreicht. 

AFP
Aber während die Emissionen weltweit zunahmen, haben einige Länder bereits ihren Höchstwert erreicht oder sogar begonnen, ihre Emissionen zu verringern. 

Aber während die Emissionen weltweit zunahmen, haben einige Länder bereits ihren Höchstwert erreicht oder sogar begonnen, ihre Emissionen zu verringern. 

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Zudem setzt China erneuerbare Energien im Rekordtempo ein, heißt es in einem US-Bericht.

Zudem setzt China erneuerbare Energien im Rekordtempo ein, heißt es in einem US-Bericht.

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Die Weltuntergangsuhr ist am Dienstag auf 90 Sekunden vor Mitternacht vorgerückt – so weit wie nie zuvor. Nicht nur seien Russlands Drohungen, Atomwaffen einzusetzen, ein furchtbares Risiko, auch die anhaltenden Bedrohungen durch die Klimakrise lassen die symbolische Uhr zehn Sekunden näher an Mitternacht heranrücken, meinen die Forscher und Forscherinnen der Organisation «Bulletin of the Atomic Scientists». Doch ein genauer Blick auf die aktuellen Emissionsdaten liefert einen Hoffnungsschimmer, wie «MIT Technology Review» berichtet. 

Gemäß einer Untersuchung von «Global Carbon Project» haben die Emissionen aus fossilen Brennstoffen im 2022 einen Rekordwert erreicht. Insgesamt haben sich die Emissionen in den letzten 40 Jahren verdoppelt. Aber während die Emissionen weltweit zunahmen, haben einige Länder bereits ihren Höchstwert erreicht oder sogar begonnen, ihre Emissionen zu verringern.  

Good News Nummer 1: Emissionen gingen teilweise zurück

Die Emissionen in den USA erreichten im 2005 einen Höchststand, wie eine Grafik von «Global Carbon Project», zeigt. Seither seien sie um etwas mehr als zehn Prozent zurückgegangen. Auch in Russland, Japan und der EU haben sich die Emissionen eingependelt. Auf der Grafik verzeichneten allerdings fast alle Länder einen Zuwachs der Ausstösse, was hauptsächlich der wieder aufkommenden Luftfahrt nach der Corona-Pandemie zu verschulden ist. 

Die jährliche Emissionen aus fossilen Brennstoffen in Gigatonnen: Die USA und die EU haben sich eingependelt.

Die jährliche Emissionen aus fossilen Brennstoffen in Gigatonnen: Die USA und die EU haben sich eingependelt.

Screenshot «Global Carbon Project»

In einigen Ländern, darunter China - der weltweit grösste CO2-Emittent - und Indien, die beide ein Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum verzeichnen, steigen die Emissionen jedoch weiter an. In China ist der Anstieg besonders stark, die Emissionen haben sich in den letzten 15 Jahren etwa verdoppelt.  

Good News Nummer 2: Immer mehr erneuerbare Energien im Einsatz

Nach Angaben der «Internationalen Energieagentur» werden die weltweiten Emissionen etwa im Jahr 2025 ihren Peak erreichen. China wird nach eigenen Angaben seinen Emissionshöchststand bis 2030 erreichen. Laut einer Analyse von «Carbon Brief» könnte der Höhepunkt aber bereits im Jahr 2025 oder sogar früher erreicht werden, da China erneuerbare Energien im Rekordtempo einsetzt und die Anzahl dieser Anlagen in den letzten zehn Jahren knapp vervierfachte.

Nutzt du erneuerbare Energien?

In Zukunft werden die Emissionen immer weniger mit dem Wirtschaftswachstum zusammenhängen, berichtet «MIT Technology Review» weiter. Denn der umfangreichere Einsatz von erneuerbaren Energien in Kombination mit technologischen Entwicklungen führe zu einer Effizienzsteigerung – Wirtschaftswachstum werde ohne einen proportionalen Anstieg der Klimabelastung möglich sein. Einige Länder haben bereits damit begonnen, ihre Emissionen zu senken und gleichzeitig ihr Wirtschaftswachstum aufrechtzuerhalten.

Die Studie warnt aber auch, dass die meisten Länder nicht schnell genug Fortschritte in der Reduktion der Emissionen machen, um die internationalen Klimaziele zu erreichen. Im 2015 verabschiedeten Pariser Abkommen wurde festgelegt, dass die Erwärmung idealerweise auf weniger als 1,5 Grad begrenzt wird. Anhand von Klimamodellen haben Forschende die Obergrenzen für die gesamten Treibhausgasemissionen geschätzt, die zur Erreichung dieser Ziele erforderlich sind. Dieses sogenannte globale Kohlenstoffbudget hat der Mensch schon fast ausgeschöpft.  

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