Vier Stunden Wartezeit – Klinik lässt Schwangere warten - Baby tot

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Vier Stunden WartezeitKlinik lässt Schwangere warten - Baby tot

Sie war im dritten Monat schwanger, als sie plötzlich Blutungen erlitt. In der Notaufnahme wurde die Frau aus Bayern erst spät behandelt. Das Ungeborene überlebte nicht.

Für die Schwangere kam jede Hilfe zu spät.

Für die Schwangere kam jede Hilfe zu spät.

DPA

Vier Stunden musste sie warten. Erst dann wurde eine Schwangere aus Bayern behandelt. Doch es war zu spät. Sie verlor ihr Kind. Der Fall einer Frau aus Puchheim sorgt derzeit für Schlagzeilen, wie der Merkur berichtet.

Am 29. Juli will die 37-Jährige mit ihrem Mann einkaufen gehen. Plötzlich erleidet sie Blutungen. Da sie im dritten Monat schwanger ist, fährt das Paar sofort in die Notaufnahme. Doch dort nimmt man ihren Fall nicht sonderlich ernst. Sie klagte nicht über Schmerzen - und so musste sie warten.

Keine Lebensgefahr

Erst nach vier Stunden hatte eine Ärztin ein paar Minuten Zeit für sie. Drei Stunden später lag sie auf dem OP-Tisch. Doch da war schon alles zu spät. Wie sich herausstellte, war der Fötus sogar schon tot, bevor das Ehepaar im Krankenhaus eintraf. Dennoch wusste das zuvor niemand - und der Frau wurde einfach nicht geholfen.

Wie die Klinik erklärte, hätten an diesem Tag zu der Zeit nur zwei Ärztinnen in der gynäkologische Notfallambulanz gearbeitet. Diese hatten alle Hände voll zu tun. Da dem äußeren Anschein nach kein akuter Handlungsbedarf vorlag, seien andere Fälle vorgegangen. «Wir bedauern, dass die Puchheimerin so lange warten musste. Das lag auch daran, dass ihre Lage nicht lebensbedrohlich war», sagte eine Sprecherin dem Merkur.

(hej/L'essentiel)

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