«Dr. Steelhammer» – Klitschko schwitzt mit schwangerer Freundin

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«Dr. Steelhammer»Klitschko schwitzt mit schwangerer Freundin

Boxer Wladimir Klitschko verteidigt am Samstag in Hamburg den WM-Titel gegen Kubrat Pulev. Vor dem Kampf zeigt er sich von seiner weichen Seite.

Der ukrainische Schwergewichts-Boxer Wladimir Klitschko ist amtierender Weltmeister der Verbände IBF, WBO, WBA und IBO. Wo «Dr. Steelhammer» – also der Stahlhammer – hinlangt, wächst so schnell kein Gras mehr. Seinen letzten Kampf gegen Alex Leapai gewann er durch technischen K.o. in der fünften Runde. Der australisch-samoanische Boxer hatte Klitschko nicht viel entgegenzusetzen.

Doch der 1,98 Meter große und knapp 110 Kilo schwere Hüne hat auch eine weiche Seite. Geht es nämlich um seine Freundin Hayden Panettiere und das noch ungeborene Töchterchen, wird der Ukrainer sanft. Auf die Frage, wie es sich anfühle, Vater zu werden, sagte er der Bild: «Wie das erste Mal verliebt zu sein. Ich habe Schmetterlinge im Bauch.» Der Nachwuchs soll am 1. Dezember das Licht der Welt erblicken.

Um seiner Geliebten so gut wie möglich durch die Schwangerschaft zu helfen, scheut sich Klitschko auch nicht, sich sportlich in etwas andere Gefilde vorzuwagen. Denn der Schwergewichtsweltmeister weiß ganz genau, wie wichtig Panettiere für ihn ist. «Ich war mit Hayden auch bei der Schwangerschaftsgymnastik. Hayden will im Februar wieder arbeiten. Auch ich will aktiv bleiben. Hayden versteht, wie wichtig mir der Sport ist. Aber ich weiß auch, dass ich das alles ohne sie nicht schaffen würde.»

So präsentierte sich die schwangere Panettiere vor wenigen Tagen auf Twitter.

Doch zunächst sollte Dr. Stahlhammer wieder auf seine raue Seite setzen: Am Samstagabend will er in Hamburg seinen WM-Gürtel gegen den Bulgaren Kubrat Pulev verteidigen. Und dieser wird sich sicher nicht auf irgendwelche gymnastischen Übungen eingestellt haben. Dass es zu einem heißen Tanz kommen wird, verspricht die vorangegangene Pressekonferenz. Bernt Bönte, Klitschkos Manager, verweigerte dem halben Stab von Pulev aus Platzgründen den Zutritt.

Pulev wollte sich diesen «Kindergarten-Quatsch» nicht gefallen lassen und blieb der Veranstaltung fern. Ausgeschlossen von der PK waren die Geschäftsführer Chris Meyer, Freddy Ness und Pressesprecher Jan Kucht.

Nach diesem Eklat spekulierte man sogar darüber, ob der Kampf zu platzen drohe. Klitschko äußerte sich dazu etwas scherzhaft: «Ich hoffe, ich bin Sonnabend nicht allein im Ring.» Worauf Bönte erwiderte: «Pulev wird erscheinen – er bekommt ja eine Gage von 1,4 Millionen Dollar.» Es sind die üblichen Sticheleien, wie man sie vor solchen Anlässen kennt.

Briggs zog in Hamburg blank

Wenn Klitschko in den Ring steigt, dann darf neben dem Kontrahenten natürlich auch Shannon Briggs nicht fehlen. Der US-Amerikaner folgt dem Ukrainer mittlerweile auf Schritt und Tritt, provoziert und pöbelt, wo er nur kann. In Hamburg angekommen, machte sich Briggs am Hauptbahnhof gleich mal nackt – trotz winterlicher Temperaturen – und gab zu verstehen: «Wo immer Klitschko ist, bin ich auch. Du kämpfst wie ein Törtchen, ich bin der Champ!»

Später zeigte sich der Störenfried auch bei einem Pressetraining von Klitschko in einem Autohaus. Mit nacktem Oberkörper polterte er von außen an die Scheibe und schrie: «Lasst mich rein! Klitschko soll aufhören, diese Gurken zu boxen. Die Welt will den Kampf Klitschko gegen Briggs sehen. Ich schlage Klitschko die Zähne aus!»

(L'essentiel/dmo)

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