Stadt Luxemburg – «Knuedler» bleibt ein heißes Baustellen-Pflaster

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Stadt Luxemburg«Knuedler» bleibt ein heißes Baustellen-Pflaster

LUXEMBURG – Neues Parkhaus, neuer Aufzug, neues Pflaster: Die Place Guillaume II im Herzen der Hauptstadt wird bis 2023 aufwändig umgestaltet.

Dem alten Willi ist einfach keine Ruhe vergönnt: Unter dem Reiterstandbild des niederländischen Königs und luxemburgischen Großherzogs (1792-1849) herrscht auch in den nächsten Jahren teils dröhnender Baustellenlärm.

Die zentral gelegene Place Guillaume II in der Hauptstadt, im Volksmund «Knuedler» genannt, wird nämlich ab 2020 neu gepflastert – mit einigen Nebenwirkungen: Im Winter 2020/2021 müssen Schlittschuhfans aufgrund der Bauarbeiten auf die beliebte Eislaufbahn vor dem Rathaus verzichten. Im Sommer 2021 muss sich zudem das Festival «Rock um Knuedler» eine neue Location suchen. Schon Mitte Januar 2019 starten an der Westseite des Platzes die Arbeiten für einen neuen Aufzug, der die Oberfläche mit dem unterirdischen Parkhaus verbinden soll. Die Fertigstellung des Lifts ist für Ende Juli geplant.

Vorher-Nachher-Vergleich:

Einjährige Verspätung

Zeitgleich laufen die komplexen Erweiterungsarbeiten an der Parkgarage weiter. Weil direkt neben der Statue von Wilhelm II. eine archäologisch bedeutsame Fundstätte in Form von Überresten einer Kirche aus dem 13. Jahrhundert liegt, musste die beauftragte Baufirma mit äußerster Sorgfalt vorgehen. «Die Arbeiten sind bereits ein Jahr in Verzug», sagte Hauptstadt-Bürgermeisterin Lydie Polfer am Mittwoch. Sie erklärte, dass die Baustelle erst Mitte 2021 abgeschlossen werden kann.

Ab dann verfügt das Parkhaus Knuedler über 750 Stellplätze, 268 mehr als heute. Anschließend wird der bereits bestehende Teil der unterirdischen Garage renoviert. Unter anderem sollen die Parkplätze verbreitert und ein modernes Parkleitsystem installiert werden. Die Erweiterung der veralteten Parkgarage Knuedler hat die Stadt seit 2011 bereits mehr als zehn Millionen Euro gekostet. 2019 kommen weitere Ausgaben in Höhe von voraussichtlich 4,5 Millionen Euro dazu.

(jt/L'essentiel)

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