Schlaf statt Pommes – Kölns Held Hector liefert wieder das Symbolbild

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Schlaf statt PommesKölns Held Hector liefert wieder das Symbolbild

Nach der Niederlage gegen Mainz saß Jonas Hector noch enttäuscht an der Bande. Nach dem 2:1-Sieg gegen RB Leipzig liefert der Kölner ein Bild der Hoffnung: auf den Klassenerhalt.

Wie schon vor zwei Wochen am Rande des Abgrunds lieferte Jonas Hector beim 1. FC Köln am Dienstag das Symbolbild. Nach dem 2:1-Coup gegen RB Leipzig, den Hector mit dem ersten Doppelpack seiner Bundesliga-Karriere erst möglich gemacht hatte, nahm sich der gefeierte Held erst einmal einen Stuhl, setzte sich auf Höhe der Strafraumlinie an den Spielfeldrand und schaute mit ausgestreckten Beinen entspannt in die leere Arena. «Geschafft», schrieb der Verein, dessen Fotograf die Szene als Einziger einfing.

Kölns Jonas Hector sitzt nach dem Spiel enttäuscht an einer Bande. Foto: Federico Gambarini/dpa

Vom vorherigen Heimspiel gegen Mainz (2:3) war noch ein Bild durchs Land gegangen, auf dem Hector minutenlang frustriert an der Bande gesessen hatte, ehe ihn Gegenspieler Danny da Costa tröstete. Die damals implizierte Aussage: Das sieht schon sehr nach Abstieg aus. Seit dem Coup von Dienstag hoffen die Kölner wieder. Dank Hector, der von Trainer-Routinier Friedhelm Funkel in der Pause zum ersten Mal in seiner Karriere in den Sturm beordert worden war.

Wäre es keine Englische Woche, hätte er auch eine besondere Belohnung erhalten. «Dann würde ich ihn nach Hause einladen und ihm ein paar Pommes machen», sagte der belgische Innenverteidiger Sebastiaan Bornauw: «Aber da wir in drei Tagen spielen, lasse ich ihn schlafen.» Hector wird schließlich gebraucht für das Wunder Klassenerhalt.

(L'essentiel/dpa)

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