Elektromobilität – Können Elektroautos recycelt werden?
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ElektromobilitätKönnen Elektroautos recycelt werden?

LUXEMBURG – Mobilitätsminister François Bausch erklärt, dass es kaum Unterschiede zwischen Verbrennern und E-Autos gibt, wenn es um das Thema Recycling geht.

Elektrofahrzeuge machen mittlerweile fast 6,5 Prozent der Fahrzeugflotte in Luxemburg aus. Dieser Anteil wird sich weiter erhöhen, die Regierung peilt bis 2030 gar 50 Prozent an. Dabei wird die Frage nach dem Recycling der Stromer vor allem von Kritikern heftig diskutiert. Auf eine Frage des ADR-Abgeordneten Fernand Kartheiser antwortete nun Mobilitätsminister François Bausch, dass «Altfahrzeuge», ob elektrisch oder nicht, in «Rücknahmestellen» gelagert und dann zur Verschrottung nach Belgien oder Deutschland geschickt werden. Im Falle von Elektroautos «wird die Batterie sofort vom Fahrzeughersteller zurückgenommen», so der Minister.

Für Nutzer von Elektroautos, die die Batterie wechseln müssen, erklärt François Bausch, dass sie nicht unbedingt weggeworfen werden müssen. «Sie können ein zweites Leben als Energiespeicher in Gebäuden führen, meist nochmal zehn bis zwölf Jahre lang», stellt der Minister fest. Letztendlich würde die durchschnittliche Lebensdauer einer Batterie etwa 20 Jahre betragen.

Wenn Lithium-Ionen-Batterien das Ende ihrer Lebensdauer erreichen, gibt es bereits ein Verfahren für das Recycling, auch wenn diese Prozesse noch nicht im industriellen Maßstab funktionieren. In Bezug auf die anderen Komponenten von Elektroautos stellt François Bausch fest, dass sie ebenso recycelbar sind wie die von Verbrennern. «Ein Elektroauto benötigt im Allgemeinen weniger Wartung», fügt er hinzu. «Es erfordert keinen Ölwechsel, keinen Filterwechsel und keinen Austausch des Auspuffs». Zudem müssen die Bremsen von Elektroautos weniger häufig gewechselt werden, «weil der Elektromotor bei der Rückgewinnung der Energie bremst», fügt der Minister hinzu.

(ol/L'essentiel)

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