Pressekonferenz – «Können neue Maßnahmen nicht ausschließen»
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Pressekonferenz«Können neue Maßnahmen nicht ausschließen»

LUXEMBURG – Nach der Sitzung des Regierungsrats am Freitagnachmittag haben Xavier Bettel und Paulette Lenert über die neuen Entscheidungen und Maßnahmen informiert.

20211119, Luxembourg, 2 rue de la Congrégation, Hôtel Saint-Augustin, Briefing presse, Travaux du Conseil de gouvernement, Xavier Bettel, (Premier ministre, ministre d’État), Foto: Editpress/Julien Garroy

20211119, Luxembourg, 2 rue de la Congrégation, Hôtel Saint-Augustin, Briefing presse, Travaux du Conseil de gouvernement, Xavier Bettel, (Premier ministre, ministre d’État), Foto: Editpress/Julien Garroy

Julien Garroy

«Wir befinden uns mitten in einer vierten Welle, auch in Luxemburg!» Premierminister Xavier Bettel (DP) startete am Freitagnachmittag ohne große Umschweife in die Pressekonferenz nach der Regierungsratsitzung mit Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP). Die Entwicklung sei keine Überraschung, zeige sich aber noch in Luxemburg als «linearer Anstieg», im Gegensatz zu einigen Nachbarländern. Auch in Luxemburg dürfe man sich aber keine Illusionen machen: «Das kann sich jederzeit ändern».

Derzeit lege die Regierung daher weiterhin die Hauptpriorität auf die Impfung. Aktuell seien 65,6 Prozent der Bürger vollständig geimpft, die Quote gehe «langsam, eigentlich zu langsam in die Höhe», so Bettel. Daher soll ab dem morgigen Samstag in Groussgaass Nummer 70 in Luxemburg-Stadt ein neues Impfzentrum seine Türen öffnen, dass bis zum 31. Dezember von 11 bis 18 Uhr unkompliziert Impfungen anbietet. Darüber hinaus arbeite die Regierung daran, Impfungen in Apotheken möglich zu machen und noch mehr auf mobile Impfteams zu setzen. Zudem sei ab dem 6. Dezember eine Impfwoche geplant.

« Wir sind noch nicht in der Situation, wo wir zurückrudern müssen. Das kann aber noch kommen »

Auch die Booster-Impfungen sind Teil dieses Plans. Rund 40.000 Einladungen sollen ab Montag verschickt werden, denen dann jede Woche weitere folgen sollen. Der Code auf den Einladungen sei nicht mit einer Deadline versehen. Auch Lenert unterstrich die Wichtigkeit der Booster-Impfung und merkte an, dass man diese nicht nur jedem Bürger ab 18 Jahren anbiete, sondern auch empfehle. Auf eine Impfpflicht will Luxemburg auch weiterhin verzichten. Dennoch machte die Gesundheitsministerin nochmals klar, dass die Impfung sicher sei: «Leute sterben, Falschinformationen sind nicht witzig. Es gab noch nie so viele Informationen und Daten zu einer Impfung!»

Anschließend appellierte Lenert an die Solidarität der Bürger und empfahl, weiterhin viel zu testen, die Maske zu tragen und bei Menschenansammlungen vorsichtig zu sein. Dies könne man schließlich auch freiwillig machen ohne Maßnahmen von der Regierung. Ob das für den Winter reicht? «Wir sind noch nicht in der Situation, wo wir zurückrudern müssen. Das kann aber noch kommen», so Lenert. Auch Bettel betonte, dass «zusätzliche Maßnahmen nicht ausgeschlossen werden» können, wenn die Lage in den Krankenhäusern sich verschlechtert.

(dm/L'essentiel)

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