Drogen in Luxemburg – Kokain-Konsum bei Jugendlichen steigt
Publiziert

Drogen in LuxemburgKokain-Konsum bei Jugendlichen steigt

LUXEMBURG - Im Großherzogtum ist der Drogen-Konsum im Vergleich zu den Vorjahren wieder etwas gesunken - mit Ausnahme von Kokain bei den 15- und 16-Jährigen.

Cannabis bleibt die beliebteste Droge in Luxemburg.

Cannabis bleibt die beliebteste Droge in Luxemburg.

DPA

In Europa bleibt der Drogen-Konsum auf einem historisch hohen Niveau - allerdings gibt es erhebliche Unterschiede in den einzelnen Ländern. Luxemburg verzeichnet weiter einen leichten Abwärtstrend unter den Konsumenten harter Drogen. Das geht aus dem Jahresbericht des nationalen Informationsnetzes für Drogen und Drogenkonsum in Luxemburg hervor.

Die Zahl der «problematischen Konsumenten» liegt derzeit bei 2070. Darunter fallen zum Beispiel diejenigen, die wegen Drogen schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Die Zahl ist die niedrigste seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 2000.

Cannabis bleibt beliebteste Droge

Der Rückgang gilt für alle Drogen. Kokain wird aber bei den 15- und 16-Jährigen immer beliebter. 2010 hatten bereits 2,5 Prozent dieser Altersgruppe Kokain probiert. Zehn Jahre zuvor waren es noch 1,5 Prozent. Für das Jahr 2013 gaben 17,3 Prozent aller Drogen-Konsumenten an, dass sie auf Kokain stehen. 2012 waren es noch 12,2 Prozent. Bei den harten Drogen ist die Einführung durch Injektionen rückläufig, die Inhalation kommt dagegen stärker auf.

Wie überall auf der Welt bleibt aber Cannabis die mit Abstand am häufigsten eingenommene Droge. 50,2 Prozent der Drogen-Konsumenten gaben dieses Rauschmittel an. Im Vorjahr waren es noch 55,8 Prozent.

Die Luxemburger mit Drogenproblemen werden im Schnitt immer älter. 1995 waren sie durchschnittlich 28 Jahre und vier Monate alt. 2013 waren sie im Schnitt 33 Jahre und acht Monate alt.

Die Hilfe für Drogenabhängige scheint in Luxemburg dennoch gut zu funktionieren. Neben der stetig geringeren Zahl an «problematischen Konsumenten» geht auch die Zahl der Todesopfer durch Drogen zurück. Waren es 2007 noch 27 Fälle, starben 2013 nur noch elf Luxemburger an einer Überdosis.

(jd/L'essentiel)

Deine Meinung