In Luxemburg – Kollektivurlaub soll beibehalten werden

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In LuxemburgKollektivurlaub soll beibehalten werden

LUXEMBURG - Die Petition für die Abschaffung der im Großherzogtum verbreiteten Kollektivferien wurde nicht sonderlich gut angenommen.

Auf dem Bau stehen die Lkw und Bagger im August drei Wochen still. Das soll auch so bleiben.

Auf dem Bau stehen die Lkw und Bagger im August drei Wochen still. Das soll auch so bleiben.

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Klare Sache: Eine Petition forderte die Abschaffung des Kollektivurlaubs. Sie bekam nur wenig Zustimmung. «Das ist eine Sache zwischen den Sozialpartnern und nicht vom Parlament», sagt Romain Schmit, Generalsekretär der Handwerkerföderation. Betroffen ist hier insbesondere der Bausektor.

Für die Gewerkschaftsvertreter der Arbeitgeber gibt es eine einheitliche Linie, welche die Nützlichkeit dieses Urlaubs zu festen Terminen hervorhebt. Üblicherweise geht es dabei um die drei freien Wochen im August. Bei ihrer Argumentation beziehen sie sich auf die Organisation vieler Firmen. «In und an Gebäuden wird meist in Teams gearbeitet. Wenn sich jeder Urlaub nehmen würde, wann er wollte, wäre das sehr schwierig zu organisieren. Einige Posten müssten daher doppelt besetzt werden. Das ist unmöglich», sagt Pol Faber, Generalsekretär des Bauunternehmerverbands.

Wird Juli hinzugeholt?

Auch für die Planungen mit der Familie ist es von Vorteil, sagen die Verantwortlichen. Die Periode könnte jedoch variieren, sodass sie auch auf den Juli fallen könne, fordert die LCGB.«Die Unternehmen diskutieren bereits über dieses Thema», sagt Willy Pitou, Präsident des Bausektors bei der LCGB.

Das Wohl der Arbeiter komme immer zuerst. «Letztlich ist die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer am wichtigsten. Wir werden damit nicht spielen, nur damit die Arbeiten an der Tram nicht drei Wochen still stehen», sagt Jean-Luc De Matteis, Zentralsekretär des OGBL-Syndikats Bau, Bauhandwerk und Metallkonstruktion, in Reaktion auf den Infrastrukturminister François Bausch (Déi Gréng), der sich für die Abschaffung ausgesprochen hatte.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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