Frage des Geldes – Kommunen seufzen wegen Rettungsdienst-Reform

Publiziert

Frage des GeldesKommunen seufzen wegen Rettungsdienst-Reform

LUXEMBURG - Der Gemeindeverband Syvicol hat am Montag seine Meinung zur Reform der Rettungsdienste klargstellt: Mehr Geld muss her.

Der Gemeindeverband Syvicol übt Kritik an der geplanten Rettungsdienst-Reform.

Der Gemeindeverband Syvicol übt Kritik an der geplanten Rettungsdienst-Reform.

In einem Punkt sind sich die Kommunen des Landes mit der Regierung einig: Die Reform der Rettungsdienste ist dringend nötig. Doch nicht zu jedem Preis. Das erklärten Vertreter des Gemeindeverbandes Syvicol («Syndicat et villes et communes luxembourgeoises») während einer Pressekonferenz am Montag.

«Im Rahmen dieser Reform benötigen wir eine gerechtere und transparente Entscheidungsbefugnis bezüglich der finanziellen Verpflichtungen zwischen Staat und Gemeinden», sagte Präsident Emile Eicher (CSV). Der Verband fordert, dass die Rettungsdienststeuern, «die bereits seit Ende des Zweiten Weltkriegs auf Brandschutzversicherungen erhoben werden», in ihrer Gänze in den künftigen «Corps grand-ducal d'incendie et de scours» (CGDIS) und nicht in die Staatstasche fließen sollen, so Eicher.

Kritik an verkürzter Ausbildung

Außerdem wollen die Gemeinden seitens des Staates weiterhin entschädigt werden, wenn sich freiwillige Feuerwehrleute unter ihren Mitarbeitern befinden. «Bislang haben die Kommunen auf Freiwillige Feuerwehren gesetzt. Aber eine Erstattung der Lohnkosten ist in der Reform nicht mehr vorgesehen», bedauert Emile Eicher.

Nicht zuletzt moniert der Syvicol die geplante Verkürzung der Ausbildungszeit für ehemalige freiwillige Soldaten. Diese soll laut der geplanten Reform von fünf auf nur drei Jahre reduziert werden. «Wir sind eine multikulturelle Gesellschaft und müssen auf eine bestimmte Beherrschung der Sprachen bestehen. Zwei Jahre weniger Ausbildung können einen großen Unterschied machen.»

(pat/L'essentiel)

Deine Meinung