Hohe Downloadzahlen – Konkurrenten profitieren von Facebooks Panne

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Hohe DownloadzahlenKonkurrenten profitieren von Facebooks Panne

Die sechsstündige Panne am Montagabend, während der Facebook, Instagram und Whatsapp offline waren, kostete Facebook eine Menge Geld.

Am Montagabend waren verschiedenste Plattformen des Facebook-Konzerns über Stunden nicht zugänglich. Die Panne, die Facebook-Gründer Zuckerberg einen zwischenzeitlichen Verlust von mehr als 6 Milliarden Dollar bescherte, dürfte einige kleinere Konkurrenten umso mehr gefreut haben. Messenger-Dienste wie Telegram und Signal wurden während der sechsstündigen Panne überdurchschnittlich oft gesucht, wie ein Blick in die Google-Trends verrät.

Bildstrecke: Konkurrenten profitieren von stundenlanger Facebook-Panne

Kurz vor 18 Uhr am Montagabend nahmen Websuchen nach dem Stichwort «Telegram» stark zu. Ähnlich steil stiegen die Anfragen zum Nachrichtendienst «Signal», der während der Panne von NSA-Whistleblower Edward Snowden für seine Sicherheit und Verschlüsselung gelobt wurde. Wie der Messenger auf Twitter schreibt, hätten innerhalb eines Tages Millionen von neuen Nutzern die App heruntergeladen. Gleichzeitig wünschten sie den Ingenieuren der Konkurrenz gutes Gelingen beim Bewältigen der Panne.

Der größte Profiteur der Panne dürfte wohl der Kurznachrichtendienst Twitter sein. Aufgrund des Total-Blackouts im eigenen Netzwerk blieb auch Facebook nichts anderes übrig, als Informationen zur Störung auf der Plattform der Konkurrenz zu teilen. Derweil amüsierten sich viele Twitter-Nutzer unter den Hashtags #whatsappdown und #internetshutdown über die Panne des Social-Media-Giganten, auch die Konkurrenz Telegram schaffte den Sprung in die Twitter-Trends.

Mittlerweile sind die betroffenen Plattformen wie Whatsapp, Instagram und Facebook wieder online. Aufgrund der Panne verlor die Facebook-Aktie zeitweise 16% ihres Wertes. Der Megakonzern sieht sich außerdem durch Aussagen der Whistleblowerin und ehemaligen Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen belastet, die anprangert, dass Facebook weiter auf Wachstum gesetzt habe, obwohl dem Unternehmen negative Auswirkungen der Plattform auf die Nutzerinnen und Nutzer bekannt gewesen seien.

(L'essentiel/Benedikt Hollenstein)

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